Die Geschichte des Eckersbacher Gemeindezentrums

Außenansicht abendsEckersbach war ursprünglich ein Dorf. Die wenigen Bauerngüter und später die Siedlung gehörten zur Moritzkirche. Ein eigenes Gebäude hatten die Eckersbacher erst seit 1931. Im „Betsaal“ trafen sich die Gemeindeglieder zur Bibelstunde, zum Konfirmandenunterricht und anfangs monatlich zum Gottesdienst. 

Entstehung und Grundsteinlegung

Mit dem Beginn der Neubaubebauung in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts wuchs die Gemeinde beträchtlich. Am 1. Juni 1967 erfüllte sich ihr Wunsch nach Selbständigkeit. Inzwischen hatte sich vieles verändert. Aus dem kleinen Neubaugebiet ist ein eigener Stadtteil geworden. Das Schwergewicht des öffentlichen Lebens verschob sich dadurch immer weiter ins Wohngebiet und das bisherige Gemeindehaus geriet ins Abseits. Verständlich war also der Wunsch nach einem Versammlungsraum im Zentrum des Gemeindebereichs. Bereits in der DDR-Zeit gab es erste Versuche, einen geeigneten Standort und die Genehmigungen zu erhalten. Doch erst nach der politischen Wende kam die Gelegenheit, ernsthaft ein solches Vorhaben zu wagen. Im Frühjahr 1994 wandte sich der Kirchenvorstand an die Stadt Zwickau mit der Anfrage, ob im Rahmen der Überplanung des Neubaugebietes auch an ein Gemeindezentrum gedacht werden könnte. Große Auseinandersetzung gab es im Zusammenhang mit dem Wegfall der Parkplätze. Die „neue Kirche“ war zeitweise Gesprächsthema Nr. 1. Auch auf kirchlicher Seite gab es manche Hürde zu überwinden. Schon damals begann deutlich zu werden, dass die „goldenen Zeiten“ kurz nach der Wende schon bald zu Ende sein würden. Im Sommer 1995 war der Durchbruch geschafft und das Bauvorhaben durch die Landeskirche grundsätzlich genehmigt. Mit der Zustimmung aber war die dringende Empfehlung verbunden, einen Architektenwettbewerb zu veranstalten. Dieser wurde im Frühjahr 1997 durchgeführt. Von 42 Arbeiten aus ganz Sachsen und aus der Partnerstadt Dortmund verlieh die Jury dem Entwurf des Architekturbüros Kaplan·Matzke·Schöler + Partner den 1. Preis.

 

Skizze Seite Am 5. Juni 1997 wurde im Rahmen des alljährlichen Gemeindefestes der erste Spatenstich gefeiert. Die Grundsteinlegung fand am 5. September statt. GrundsteinlegungDabei wurden Unterlagen hinterlegt (unter anderem die Urkunde über die Grundsteinlegung, Ausschreibungsunterlagen für den Architektenwettbewerb, verschiedene Tageszeitungen, Bauzeichnungen, Münzen und eine Compactdisc).

Fenster

FensterDie gestalteten Wandöffnungen in der Kirche des neuerbauten Gemeindezentrums in Zwickau-Eckersbach sind keine gewöhnlichen Kirchenfenster. Die kleinen Fenster vom Glasgestalter Günter Grohs aus Wernigerode durchbrechen die Raumschale scheinbar wirklich. Lediglich dem größten Fenster wird eine auch in erster Linie raumbelichtete Aufgabe zuteil, es befindet sich in einer Höhe, in der es den Kirchenbesucher einen teilweise, wenn auch verfremdeten Ausblick auf das reale städtebauliche Umfeld ermöglicht. Es könnte als ein Symbol des In-der-Welt-Stehens gedeutet werden. Es unterscheidet sich daher auch durch größere Transparenz und zurückhaltendere Farbigkeit von den sonst kleineren Öffnungen. Diese setzen wiederum verhaltene Akzente auf der gewölbten Fläche, begleiten die Wand ohne vordergründige Aufmerksamkeit zu erzeugen. Deshalb wird auch auf große Farbigkeit und ausladende Linienführung verzichtet. Die Fenstergestaltung kann dadurch logischer und unverzichtbarer Teil der Architektur werden und deren liturgisches Anliegen unterstützen.

 

Altarraum

AltarraumAltarraumDie Altarraumgestaltung für das neue Gemeindezentrum in Eckersbach ist im Rahmen einer Diplomarbeit an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (FH) - Fachbereich Angewandte Kunst Schneeberg im Sommer 1998 als Gemeinschaftsprojekt der Textilkünstlerin Agnes Gensichen und dem Holzgestalter Markus Zink entstanden. Es umfasst den Entwurf und die Ausführung von Altar, Pult, Taufe, Altarrückwand sowie den Antependien, Pultbehängen, Stolen in den vier Kirchenjahresfarben und der textilen Kreuzgestaltung.

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