Kleiner Gang durch die Geschichte

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Nach der „Neuen Sächsischen Kirchengalerie“ wird der Ort „Musela“ urkundlich bereits 1262 erwähnt. Auf dem nahen Kreuzberg erhob sich ehemals eine Kreuzkapelle, die jedoch bereits im 16. Jahrhundert baufällig war und im Laufe des 18. Jahrhunderts ganz verfiel. Die eigentliche Parochialkirche für die Dörfer Helmsdorf, Mosel und Oberrothenbach befand sich am gleichen Standort wie das heutige Gotteshaus. Von den Dörfern des Kirchespieles führte der „Kirchsteig herüber. Allerdings wurden diese Wege um 1960 während der Kollektivierungsmaßnahmen in der Landwirtschaft umgeackert. Ihr Verlauf ist jedoch bis heute erkennbar und z. T. als Feldweg auch begehbar.

1827 Am 14. Januar zerstörte in einer Sturmnacht das Feuer die ehemalige Kirche. Während der kalten Jahreszeit wurde daraufhin der Gottesdienst zunächst im Rittergut Niedermosel gehalten. Später versammelte sich fast eineinhalb Jahre lang die Gemeinde zum Gottesdienst in der Kirche zu Crossen. Genau 7 Monate nach der Brandnacht, am 14. August, wurde der Grundstein für die neue Kirche gelegt.
1828 war der Turm so weit fertig gestellt, dass im eichenhölzernen Glockenstuhl das Geläut eingehängt und die drei Glocken in Bewegung gesetzt werden konnten.

1829 feierte die Gemeinde am 21. Sonntag nach Trinitatis, am 8. November, die Kirchweihe. Weil sich dieses Datum mit anderen Kirchweihfesten in der Region überschnitt, kam es zwischen benachbarten Kirchgemeinden zu einer Vereinbarung, nach der das Kirchweihfest in Mosel jeweils am letzten Sonntag im Oktober gefeiert werden sollte. In der Regel wird es bis heute auch so gehalten.

Die Kosten des Neubaues von 1827 bis 1829 werden mit „7553 Thalern 23 Groschen und 10 Pfennigen“ angegeben. Das Gotteshaus ist in der Richtung West-Ost gebaut, wobei nach alter Tradition der Haupteingang auf der Abendseite liegt. Das Kirchenschiff bildet einen rechteckigen Emporensaal mit einer halbrunden Apsis für den Kanzelaltar auf der Ostseite. So kann die Morgensonne durch das Altarfenster scheinen, auf dem die Himmelfahrt Christi (Matthäus 28, 18-20) dargestellt ist. Dieses Fenster sowie vier weitere Glasfenstergemälde im Altarraum bzw. im Vorderschiff wurden 1897 im Zuge der damaligen Renovierung gestiftet. Sie zeigen die Apostel Petrus (Matthäus 16, 19) und Paulus (Epheser 6, 17), die Heilige Familie mit der Anbetung der Weisen (Matthäus 2, 12) und die Emmausjünger mit dem Auferstandenen (Lukas 24, 13-35).

Das Altarbild erinnert an die Einsetzung des Heiligen Abendmahles.

Der Taufstein wurde aus italienischem Marmor (Carrara) gefertigt.

Die Orgel auf der ersten Empore kann mit ca. 1.200 Pfeifen in 18 Registern gespielt werden. Von der ursprünglichen Orgel, die dem Silbermannschüler Trampeli aus Adorf (Vogt.) zu verdanken war, ist nur noch der Prospekt erhalten. Das jetzige Werk wurde 1927 von der Orgelbauanstalt Schmeisser in Rochlitz erstellt.

1865 fand eine bedeutende Turmreparatur statt. Damals erhielt der Turm seine jetzige helmförmige Bedachung, deren Spitze ein Kreuz ziert.

1897 Der Namen eines Architekten konnte nur im Zusammenhang mit der im Jahre 1897 vollständigen Erneuerung des Äußeren und Inneren der Kirche gefunden werden: Baumeister Franz Wolf aus Zwickau, der nach Plänen von Baurat Dr. Mothes aus Zwickau arbeitete …

1941 Im zweiten Kriegsjahr des zweiten Weltkrieges ließen die Behörden zwei Glocken demontieren und für die Rüstungszwecke zur Einschmelzung nach Hamburg bringen.

1948 Am 20. Juni konnten die wieder gefundenen und herbeigebrachten Glocken zu einem Festgottesdienst mit vollem Geläut erneut in Dienst genommen werden.

1958 ist das Innere des Gotteshauses nach alten Vorlagen restauriert worden und erhielt seinen jetzigen Farbstil in weiß, taubenblau und vergoldetem Zierrat.

1967 wurde zwar die Renovierung des Kirchturms nach langem Kampf um die Genehmigung möglich, aber die mit mangelhaftem Material ausgeführten Abputzarbeiten ließen die Turmfassade bald wieder erneuerungsbedürftig erscheinen.

1992 erfolgte eine größere Reparatur am Läutewerk, in deren Verlauf die Glocken gedreht, die Klöppel erneuert und neue Antriebsmotoren eingebaut wurden.

1993 erhielten die weißen Flächen des inneren Kirchenraumes einen neuen Farbanstrich im gleichen Ton.

1997 bis 2005 wurde die geplante Gesamtrenovierung der Kirche in mehreren Bauabschnitten vorgenommen. Sie beinhaltete u. a. – die Erneuerung der Außenfassade des Kirchturmes sowie umfangreiche Dachdeckerarbeiten am Kirchturmdach. Zwei neue Ziffernblätter ließen auch die Kirchturmuhr im neuen Glanz erstrahlen. Den krönenden Abschluss der Baumaßnahmen am Kirchturm, bildete das Aufsetzen des neu vergoldeten Kreuzes. Weiter zu erwähnen sind die altdeutsche Schieferdeckung des Kirchenschiffdaches, Reparaturen und Erhalt von Fenstern sowie Außentüren. Restaurierung der Bleifenster. Der Innenbereich des Kirchen-schiffes bekam durch umfangreiche Putz-, Maler- sowie Restaurierungsarbeiten das uns heutige bekannte Ansicht.

2010 Restaurierung der Orgel.

Soweit der Überblick, der nur unvollständig sein kann. Aber viele der hier erwähnten Leistungen sind nur möglich geworden, weil immer wieder Menschen bereit waren, sich ehrenamtlich und hauptamtlich zur Ehre Gottes für ihre Kirche einzusetzen und mit ihren Beiträgen Glaubenzeichen der Verbundenheit geben.
Wir sind zuversichtlich, dass Gott den Dienst der Kirchgemeinde segnet. Der Kirchenvorstand wünscht allen Besuchern, dass sie hier Besinnung finden können.

Heutige Nutzung: Gottesdienste, Konzerte, kirchenmusikalische Veranstaltungen …

Höhepunkte des Gemeindelebens: Gottesdienst/Familiengottes-dienste zu kirchlichen Feiertagen, Weihnachtsvesper mit Krippenspiel, aber auch Weihnachtmusicals und auch wie bereits erwähnt Konzerte und andere kirchenmusikalische Veranstaltungen …

Konfession: Evangelisch-Lutherisch

Ansprechperson(en): Pfr. Stiehler, Frau Grünberger

Kontaktdaten: Ev.-Luth. Kirchgemeindebüro Mosel, Dänkritzer Straße 26, 08058 Zwickau,
Telefon: 037604/2320, Fax: 037604/70 98 57, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Öffnungszeiten: Unter der Woche kann, nach Absprache (Kirchengemeindebüro), die Kirche besichtigt werden.
Natürlich sind zu den veröffentlichten Gottesdienstzeiten die Kirchentüren geöffnet …