+++ wichtige Information / aktuelle geistliche Impulse +++

Aufgrund des Corona-Virus fallen derzeit noch alle Gemeindeveranstaltungen und Gottesdienste aus. Gottesdienste in den Kirchen feiern wir wieder ab Pfingsten 2020 - Informationen dazu und zur Veranstaltungsplanung finden Sie unter dem Datum vom 24. Mai 2020 bei den täglichen Impulsen (hier klicken).

Unter „Vernetzt” finden Sie die Links zu unseren eigenen online-Gottesdiensten aus dem Kirchspiel, sowie die Links zum Online-Gottesdienstangebot der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens (EVLKS).

Material für Kinder und Jugendliche finden sie hier.

Neu: Die Gottesdienste und Andachten können für begrenzte Zeit auch unter 0375 215 016 nachgehört werden. (Bitte beachten Sie, dass die mit Ihrem Telefonanbieter vereinbarten Kosten anfallen.)

 

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Freitag, 5. Juni 2020] Doreen Feldheim + Pfingstkantoreiquartette  / U.L.F. Marketing

Schöpfung1  

 

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Donnerstag, 4. Juni 2020] Bettina Reuter

Der Lehrtext von heute (Die Bibel: Brief an die Epheser, Kapitel  6, Verse 14 - 15) hat mich sofort an unsere Christenlehrerüstzeit im letzten Herbst erinnert. Wir wählten das Thema „Ein feste Burg ist unser Gott“ und zum Abschluss feierten wir einen Gottesdienst zu den weiterführenden Versen des Lehrtextes. Dabei wird anhand einer Rüstung das „Rüstzeug“ für unseren Glauben beschrieben. Wir werden aufgefordert, zu den Waffen Gottes zu greifen! Nun bin ich keine große Verfechterin von kriegerischen Ausdrücken und Handlungen. Aber: Folgende Waffen sollen wir verwenden:

Die Wahrheit als Gürtel. Die Gerechtigkeit als Panzer. Die Füße bekleidet, um die gute Botschaft des Friedensmit Gott zu verkünden. Der Glaube als Schutzschild. Den Helm der Rettung. Das Wort Gottes als Schwert.

Meine Beobachtungen der letzten Tage zeigen mir, wie wichtig es ist, sich auf diese „Waffen Gottes“ zu besinnen. Ich erlebe zunehmend ein Klima von Gereiztheit und Unhöflichkeit im Alltag. Kleinigkeiten bringen ein Fass zum Überlaufen, man hört harte Worte und es wird schnell gepöbelt. Alles ist irgendwie verständlich, die Einschränkungen und Belastungen der letzten Wochen bringen uns an unsere Grenzen. Vielleicht helfen uns die Paulusverse, „entwaffnende“ Worte und Gesten für unser Miteinander zu finden.

#glaubenfindettrotzdemstatt - ?!

[Mittwoch, 3. Juni 2020] Bianka Röhr

Angesichts mancher Bilder und Meldungen frage ich mich manchmal: Wo findet Glauben statt? Die Nachrichten erzählen das Gegenteil von Nächstenliebe, Toleranz, Frieden: Rassismus, Hass, Radikalimus, Krieg. Angesichts der Geschehnisse in den USA teilen viele Menschen ihre Meinung mit einem schwarzen Bild.

"Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien." (Ps 34,16) - Der Losungsvers von heute drückt Hoffnung aus, dass unser Klagen, unsere Wut erhört wird. Trotz oder wegen allem, was in der Welt geschieht: #glaubenfindettrotzdemstatt!

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#nohate #noracism #blackouttuesday

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Dienstag, 2. Juni 2020], Bianka Röhr

Ich glaube an den Heiligen Geist

Ich glaube,

dass er meine Vorturteile abbauen kann.

Ich glaube,

dass er meine Gewohnheiten ändern kann.

Ich glaube,

dass er meine Gleichgültigkeit überwinden kann.

Ich glaube,

dass er mir Phantasie zur Liebe geben kann.

Ich glaube,

dass er mir Warnung vor dem Bösen geben kann.

Ich glaube,

dass er mir Mut für das Gute geben kann.

Ich glaube,

dass er meine Traurigkeit besiegen kann.

Ich glaube,

dass er mir Liebe zu Gottes Wort geben kann.

Ich glaube,

dass er mir Minderwertigkeitsgefühle nehmen kann.

Ich glaube,

dass er mir Kraft in meinem Leiden geben kann.

Ich glaube,

dass er mir einen Bruder an die Seite geben kann.

Ich glaube,

dass er mein Wesen durchdringen kann.

Karl Rahner

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Sonntag, 31. Mai 2020 - Pfingstsonntag] Frank Pauli

Die online-Gottesdienste finden Sie wie immer unter "Vernetzt".

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Heute habe ich mit der Johanniskirchgemeinde in Weißenborn Gottesdienst feiern dürfen. Schön, wieder persönliche und physische Anwesenheit zu spüren. Und doch fehlt etwas - was nicht fehlte und dafür bin ich allen Anwesenden und Vorbreitenden dankbar: der Geist Gottes, der nicht Verzweiflung säht, sondern Mut, Liebe und Besonnenheit schenkt. Wir stehen als Christinnen und Christen in der Spannung zwischen dem Glauben, der von aller Bindung frei macht, und der Lieb, die sich an alle gebunden weiß. Der heilige Geist gibt uns die Hoffung diese Spannung auszuhalten - jetzt und bis wir ankommen in unserer ewigen Heimat. Bis dahin nimmt Gott Heimat in unseren Herzen durch seinen Geist.

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Samstag, 30. Mai 2020] Esther, George und Dave - worship in the Buschbeck style

Ehre sei Gott und Ruhm und Preis und Anbetung - gelobt sei unser Herr!

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Freitag, 29. Mai 2020] Doreen Feldheim und U.L.F. Marketing

Pfingsten

Komm, heilger Geist, mit deiner Kraft

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Donnertag, 28. Mai 2020] Bettina Reuter

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„Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben; schau ander schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben.“ Diese Zeilen von Paul Gerhard kommen mir zurzeit oft in den Sinn, wenn ich durch unseren Garten gehe. Eine ganz besondere Pflanze hat sich in den letzten Tagen „ausgeschmückt“ – die Pfingstrose. Diese sehr alte Pflanzenart besticht mit ihrer kraftvollen Farbe und Fülle. In der christlichen Symbolik steht sie für Reichtum, Heil, Heilung und Schönheit. Wenn man bedenkt, dass Paul Gerhard dieses Loblied auf Gottes wunderbare Schöpfung kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg geschrieben hat, kann man nur staunen. Solch einen unerschütterlichen Glauben kann man sich nur wünschen. Ich mag die Corona-Pandemie keinesfalls mit diesem schrecklichen Krieg vergleichen, aber eine Krise wie diese fordert uns alle doch ganz schön heraus. Vielleicht lassen Sie sich durch dieses Lied anstecken: Gehen Sie raus und freuen Sie sich mit allen Sinnen an Gottes wunderbarer Schöpfung! Übrigens: ein Gänseblümchen tut es auch!

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Mittwoch, 27. Mai 2020] Bianka Röhr

... ohne Worte, außer einem herzlichen Dankeschön an Ungeprobt genial!

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Dienstag, 26. Mai 2020] Bianka Röhr

Manchmal

für einen Augenblick

halte ich ein,

mitten im Trubel des Tages,

schließe meine Augen

und meine Ohren

und bin einen Augenblick

glücklich;

ich bin nicht allein

du bist da, mein Gott!

Mittendrin.

Christa Weiss
(aus: Verstehen durch Stille, Loccumer Brevier, hg. v. Loccumer Arbeitskreis für Meditation, 5. Aufl. 2011, S. 138)

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#glaubenfindettrotzdemstatt

[Montag, 25. Mai 2020] Text und Bild: Ralf Michel

Viele Fragen umgeben uns jetzt. Es ist wichtig, sie zu stellen.

Fragen, die uns mitnehmen zu uns selbst und zu dem Wesentlichen.

Wo kann ich dich spüren, Herr? Und was ist für mich wichtig?

Bei Johannes 1,43 lese ich:

Als Jesus am nächsten Tag beschloss, nach Galiläa zu gehen, begegnete

er Philippus und sagte zu ihm: „Komm mit und folge mir nach.“

Es ist schon beeindruckend, diese einfache Klarheit, die ganz

selbstverständlich zum Tragen kommt. „Komm mit und folge mir nach.“

Mir nach – sagen auch Kinder, wenn sie zusammen sind und sich

gegenseitig motivieren.

Ganz schnell finden sie sich und sind miteinander unterwegs.

Ein unsichtbares Band hält sie. Jetzt erleben sie einander und sind

füreinander da.

Vielleicht ist es eine lockere Unbekümmertheit, die sie empfinden

und die auch damals Philippus gefunden hat.

Er ging los und erzählte den anderen – von Jesus. Und vielleicht in dieser

Unbekümmertheit.

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Sonntag 24. Mai 2020

Hygieneregeln für Gottesdienste

Es ist schön, dass wir wieder Gottesdienste in unseren Kirchen oder im Freien feiern dürfen – doch leider geschieht das weiterhin mit Einschränkungen, die durch den Gesetzgeber vorgeschrieben sind und die keine Gängelei sondern Ausdruck einer Verantwortung für Leib und Leben darstellen.

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#glaubenfindettrotzdemstatt

[Samstag, 23. Mai 2020] Frank Pauli

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Bild: dozemode auf Pixabay

Jeremia 17,14: „Heile du mich Herr, so werde ich heil – hilf du mir, so ist mir geholfen.“ So betet der Prophet Jeremia. Woher erwarten wir Hilfe in den kleinen und großen Nöten des Lebens?

Eine unter Pfarrern beliebte Anekdote geht so: Ein Pfarrer fährt nach dem Gottesdienst nach Hause. Er kommt von der eisglatten Straße ab und landet in einem See. Mühsam befreit er sich aus dem Wagen, aber ein guter Schwimmer ist er nicht. Da kommen die Kinder der Sonntagsschule vorbei und bieten ihre Hilfe an. Der Pfarrer ruft ihnen zu: „Geht schnell nach Hause, eure Eltern warten mit dem Essen. Mein Herr und Heiland wird mir helfen.“ Kurz darauf kommt die Feuerwehr mit Blaulicht vorbei und der Zugführer ruft: „Im Dorf brennt die alte Mühle, aber erst retten wir sie.“ Da erwidert der Pfarrer: „Nein - fahren Sie weiter, mein Herr und Heiland wird mir schon helfen.“ Japsend hält sich der Pfarrer mit schwindender Kraft über Wasser. Ein Radfahrer fährt zügig am Ufer entlang, steigt ab und berichtet, er habe sich verfahren und es sehr eilig. Dennoch bietet er Hilfe an. Wiederrum ruft der Pfarrer: „Fahren Sie weiter, mein Herr und Heiland wird mir schon helfen.“

Eine viertel Stunde später steht der Pfarrer vor seinem Herrn und Heiland im Himmel. Traurig fragt er: Mein Herr und Heiland, du konntest übers Wasser gehen und hast die Israeliten trockenen Fußes das Meer durchqueren lassen. Ich habe stets geglaubt und dir vertraut - warum hast du mir nicht geholfen?

Daraufhin spricht der Herr zu ihm: Ich habe dir die Kinder geschickt; ich habe Feuer auf die Mühle regnen lassen, damit die Feuerwehr vorbeifährt und ich habe den Radfahrer einen Umweg am See entlangfahren lassen. Was hätte ich noch alles tun sollen?

An dieser Anekdote wird deutlich: Während ich oft auf die großen Wunder Gottes warte, sendet ER mir seine Hilfsangebote oft ganz anders, als ich sie erwarte: in den Menschen, die mir Tag für Tag begegnen. Sehe ich in ihnen die Engel, die mir der Herr zu Seite stellt; oder erwarte ich nur eine ganz bestimmte Hilfe und nur von ganz bestimmten Menschen?

Ich vertraue darauf, dass mich mein Herr nicht allein lässt, sondern um mein Heil besorgt ist und mir seine Hilfe sendet. Nehme ich sie an, auch wenn sie unerwartet und anders kommt als ich dachte? Voller Vertrauen darf ich mit den Worten Jeremias beten und auf den hoffen, der sich mein Heiland nennt. Und sie dürfen das auch – probieren sie es, in den großen und kleinen Nöten Ihres Lebens.

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Freitag, 22. Mai 2020] Doreen Feldheim und U.L.F. Marketing (Bild); Nici Rau u.a. (vocals)

Himmelfahrt

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Donnerstag, 21. Mai 2020 Christi Himmelfahrt] Frank Pauli

Himmelfahrt oder Weltflucht? Beides liegt oft nah beisammen – nicht nur am Feiertag in dieser Woche. Der wird ohnehin ganz anders als in den vergangenen Jahren. Ob das gut ist oder schlecht, hängt von den individuell gemachten Erfahrungen ab.

„Hier ist der Himmel auf Erden.“ Diesen Ausspruch habe ich in letzter Zeit schmerzlich vermisst. Er ist Ausdruck einer Erfahrung, die das Einfache und Gewöhnliche übersteigt – im positivsten Sinne. Hier ist Ruhe, Schönheit, Erhabenheit, Gesundheit, etc. Hier ist mehr als nur das Blaue, das einem so mancher versucht vom Himmel herab zu lügen. Ich sehne mich nach solchen Orten und Momenten. Als Jesus 40 Tage nach Ostern seine Freunde verlässt, schauen sie ihm in den Himmel nach. Sie ersehnen sein Wiederkommen – vielleicht bis heute. Sie ersehnen ein Wiedersehen – ganz bestimmt auch heute.

Aus diesem Sehnen wird ein Handeln. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn man damals, heute oder morgen mit Hände-in-den-Schoß-Legen weiterkäme. Es würde sich auch nicht ziemen, nur in den Erinnerungen an Gewesenes zu leben. Nun heißt es, für andere und mich in dieser Welt einen Platz zu suchen oder, noch besser, einen Platz zu gestalten, wo sich gut sagen lässt: Hier ist der Himmel auf Erden.

Aber Achtung: Wenn mein Sehnen zur Sucht wird, dann wird daraus ganz schnell nicht nur Sehnsucht, sondern eben auch Weltflucht. Ich meine das Im-Ewiggestrigen-Bleiben oder das Utopische versuchen oder das Dystopische hinter allem vermuten oder schlicht auch die Realität zu verdrängen und zu verleugnen.

Den Unterschied zwischen Weltflucht und Himmelfahrt macht die Haltung, die ich habe. Als Christ ist es der gute und heilige Geist Gottes, der meine Haltung zu Themen und bei großen und kleinen Lebensentscheidungen bestimmen soll. Das tut er nicht erst am Pfingstfest, sondern immer dann, wenn ich ernstlich um diesen Geist der Liebe und des Friedens bitte und mich so verhalte, dass er nicht nur in mir sein könnte, sondern andere ihn mir auch abspüren könnten.

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Bild: Myriam Zilles auf Pixabay

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Mittwoch, 20. Mai 2020] Bianka Röhr

Fahrradtour 

Auf einer Fahrradtour mitten im Wald habe ich diesen Stein entdeckt und mich daran erfreut. Genau in solchen Momenten fühlt sich mein Glaube lebendig an, wenn ich sehe, wie andere ihn teilen. Oder auch nicht, wie die Kratzspuren auf dem Bild zeigen. Mitte März wurde ich voll ausgebremst, im Minutentakt flogen die Termine aus dem Kalender. Ich merkte, wie ich nach anfänglicher Unruhe ob der Situation herunterfahren konnte und plötzlich Zeit hatte, mich wieder intensiv mit meinem Glauben zu beschäftigen, zu lesen, nachzudenken, mich in ein Thema zu vertiefen, Zeit mit Gott zu verbringen. Wie sehr mir das gefehlt hat, wurde mir da erst bewusst. Und der Blick für viele Kleingkeiten, die ich in der Hektik des Alltags nicht wahrgenommen habe, zeigt mir: #glaubenfindettrotzdemstatt. In mir und um mich.

#glaubenfindettrotzdemstatt - Schönheit

[Dienstag, 19. Mai 2020] Marie Fischer

Bild Schönheit

Längere Wimpern, ein bisschen weniger Bauchspeck, musikalisch begabt, geduldiger, mutiger, sportlicher.

Ein paar mehr Muskeln wären nicht schlecht. Friedfertiger, organisierter, zielstrebiger wäre ich gern.

Ich trage eine Brille. Ein Manko? Manchmal rede ich zu laut. Lasse mich zu schnell ablenken.

Niemand ist perfekt. Aber jeder Mensch ist einzigartig. Der einzige seiner Art sozusagen. Ein genialer Gedanke Gottes. Sein Ebenbild.

In Psalm 139, Vers 14 heißt es: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin, wunderbar sind deine Werke“.

In der Jungen Gemeinde haben wir gesammelt, was wir an uns selbst besonders schön finden. Optisch und charakterlich. Es ist gut zu wissen, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen. Es ist gut zu erkennen: beides gehört zu mir. So wie ich bin, bin ich von Gott geliebt. Mein Wert misst sich nicht daran, ob mein Äußeres einem vermeintlichen Schönheitsideal entspricht und wird nicht dadurch gemindert, dass ich manche Dinge einfach nicht so gut kann wie andere.  Meine Schönheit lebt davon, dass ich Gottes geliebtes Kind bin. Aber auch davon, dass ich alles Schöne an mir und das vermeintlich nicht so gut gelungene aus Gottes Hand annehmen kann.

Haben Sie sich schon einmal verliebt? So richtig? Können Sie sich erinnern, wie Sie durch ihre rosarote Brille die pure Schönheit ihres Gegenübers gesehen haben? Gott kennt uns durch und durch. Er weiß auch um das, was wir alles nicht sind und was wir alles nicht können. Aber er sieht uns auch durch so eine rosarote Brille, sieht unsere unvollkommen-vollkommene Schönheit.

Ich wünsche Ihnen, sehen Sie sich selbst auch so. Liebevoll, ehrlich, dankbar. Sie sind wunderbar gemacht.

#glaubenfindettrotzdemstatt

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[Montag, 18. Mai 2020] Ralf Michel

Manchmal bin ich schwach. Manchmal bin ich stark. Aber wer gehört zu den Schwachen? Die Isolierten, die Flüchtlinge in den Lagern, die Kranken, die Alten und Einsamen, die Kinder, die Journalisten und Politiker, die Kritiker, die Armen und Verzweifelten. Aber sind nicht gerade sie die Starken? Ich denke an den starken Apostel Paulus, der von sich selbst sagt: "Ich bin schwach." Und auch er kennt Schwache und Starke und sagt: " Wir wollen also alles daran setzen, dass wir in Frieden miteinander leben und uns gegenseitig weiterhelfen. " (Röm 14,19) So ist der Himmel über uns, wie ein schützender Schirm. Und er zeigt uns, die Freundlichkeit des Herrn. So schreibt Paulus an die Gemeinde in Rom: "Lasst einander also gelten und nehmt euch gegenseitig an, so wie Christus euch angenommen hat. Tut es wie er, um Gott zu ehren. " (Röm 15,7)

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Sonntag, 17. Mai 2020]

siehe vernetzt

#glaubenfindettrotzemstatt

[Samstag, 16. Mai 2020] Jens Buschbeck

Vor einigen Tagen stieß ich auf folgenden Bibelvers: Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare. Kolosser 1,15-16

Er wirft den Blick auf eine Wirklichkeit im Leben von Jesus, dieuns oft so nicht vor Augen ist: Jesus ist Gott und war immer da! Nicht erst damals im Stall von Bethlehem betrat er die Weltgeschichte, nein zusammen mit dem Vater und dem Geist startete er die Weltgeschichte und hat alles in seiner Hand – auch heute. Jesus Christus - gestern, heute und auch in Ewigkeit, das ist mir durch diesen Bibelvers neu deutlich geworden. Vor einigen Wochen steckte mir mein Autohändler eine Audio-CD zu, die ich mir jetzt erst einmal angehört habe. Sie heißt „Ich bin. Jesus.“ Das Hörbuch schrieb Martin Korpowski, Musiker, Autor und Verleger und er erzählt die Biografie von Jesus aus seiner Sicht, aber eben auch als Ich-Erzähler als Jesus. Das ist keine Anmaßung, sondern eine prosaischer Blickwinkel, den ich äußerst interessant finde. Gerade der Beginn VOR der Schöpfung ist wunderbar erzählt und hat mir neu die Augen geöffnet. Wer diese erst 9 Minuten einmal umsonst hören will, kann das auf der Website https://martonius.org/produkt/ich_bin_jesus_download/. Dort kann man auch das ganze Hörbuch downloaden oder bestellen. Hört gern mal rein!

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Freitag, 15. Mai 2020] Doreen Feldheim und U.L.F. Marketing

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Bitte klicken zum Öffnen...

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[Donnerstag, 14. Mai 2020] Text: Bettina Reuter, Bild: Jens Müller

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"Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten." (Die Bibel, Psalm 50, Vers 15)

Ich bereite gerade für die Christenlehre eine neue Einheit vor. Alles soll sich um das Thema „Beten“ drehen. Da die Altersspanne meiner Kinder sehr groß ist (1. bis 6. Klasse), muss ich mir Bilder für sie ausdenken, die alles anschaulicher machen. Wie ist Beten, wie funktioniert das? Beten ist wie ... TELEFONIEREN. Du kannst mit jemandem reden, den du nicht siehst. Du weißt aber, am anderen Ende der Leitung sitzt jemand, den du kennst und der dir zuhört. Das ist erst mal nur ein Bild für das Reden mit Gott, es werden noch weitere folgen. In den vergangenen Wochen haben wir alle wahrscheinlich öfter als üblich mit unseren Lieben telefoniert. Es hat uns gutgetan, die vertrauten Stimmen zu hören, es war tröstlich, aufmunternd, lustig, erstaunlich und wohltuend. So kann auch unser Anruf bei Gott sein!

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Mittwoch, 13. Mai 2020] Bianka Röhr

aktuelles JG-Stimmungsbarometer

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#glaubenfindettrotzdemstatt

[Dienstag, 12. Mai 2020] Bianka Röhr

Ich bin nicht der Typ, der sich in Videobotschaften oder YouTube-Videos gern inszeniert, es gibt kaum Aufnahmen von mir. Ich lasse gern anderen den Vortritt, die das besser können. In meiner Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in unserem Kirchspiel sind eben diese jungen Menschen die Hauptpersonen, ich ziehe allenfalls Strippen, gebe Impulse, motiviere, organisiere. Manches davon lässt sich digital unterstützen, vieles funktioniert nur über den unmittelbaren Kontakt. Der fehlt zunehmend. Vielleicht daher die Idee, es dann doch zu tun: ein Lied aufzunehmen für die Jugendlichen. Das Lied haben hat die JG gern zur Konfirmation gesungen, für die Konfirmanden, es verbinden sich für mich schöne Erinnerungen an einzelne Menschen damit. Letzten Sonntag hätten in unserem Kirchspiel wieder Konfirmationen stattgefunden. Auch die lassen sich nicht digital durchführen und auch nicht unter den derzeitigen Hygieneschutzmaßnahmen. Aber wir freuen uns darauf, wenn wir die Konfirmationen nachholen und würdig feiern können. Bis dahin dieser kleine Gruß von mir.

 

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Montag, 11. Mai 2020] Text und Bild: Ralf Michel

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Das sieht ziemlich fest aus, oben im Bild. Der Zahn der Zeit hat hier ganz schön genagt. Ich gehe mir Mühe - es geht nicht vorwärts und auch nicht rückwärts. Nichts bewegt sich, dass werde ich nicht schaffen - oder? Von den Kindern und Jugendlichen habe ich gerade gelesen: Uns geht es gut! Unsere Freunde fehlen uns! Und, dass wir dort und dort nicht hingehen können. Dafür können wir lange ausschlafen und abends länger aufbleiben. Irgendwie habe ich dadurch eine Lockerheit bekommen. Im Prediger 3 lese ich: Alles, was auf der Erde geschieht, hat seine von Gott bestimmte Zeit: ... Steine werfen und Steine aufsammeln, sich umarmen und sich aus der Umarmung lösen, ... Jetzt ganz langsam bewegt sich die Schraube ...

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Sonntag, 10. Mai 2020]

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Samstag, 9. Mai 2020] Frank Pauli

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Mann oder Maus, Max oder Mutzke, Milch oder Martini,...

 Manchmal gibt es keine Alternative. Eine Freundin sagte: Entweder bist für den Frieden oder du bist für den Krieg. Entweder bist du Antifaschist oder du bist.... Entweder du bist Antikommunist oder du bist...

Auch Jesus sagt, euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein.

Dabei ist die Perspektive wohl immer die Ewigkeit oder anders Endgültigkeit.

 

Die Welt aber ist vergänglich und vorläufig. Deswegen gibt es hier auch mehr als 50 Grautöne zwischen Schwarz und Weiß. Und sogar noch eine Menge Farben dazu!

 

Darum dürfen und müssen wir die Zwischentöne wahrnehmen, annehmen und manchmal auch aushalten.

 Mir fällt das im Moment schwer, manche Lockerung, manche Verschärfung, unbedingter Wille zum Zurück und Lust auf neues Experimentieren. Anspruch und Möglichkeit. 

 

Aber ein leichtes Leben will ich auch nicht, bin ja kein leichtes Mädchen (leichter Mann).

Also aushalten, das mir Möglichste tun und andere dazu bringen ihr Potential zu erkennen, ihre Gaben, Fähigkeiten und Ressourcen zu nutzen. Fröhlich und farbig, vorläufig und vergänglich.

 

Mit Vertrauen, dass in der Ewigkeit das Licht Gottes mich vollständig erleuchtet und vollendet. Denn Jesus hat mein Ja, schon jetzt und immer wieder.

Danke, dass ich schon jetzt einen Ausblick haben darf auf das Zukünftige. Dein Wort hast du uns gegeben.

 Mein Wort will ich halten und dir treu sein.

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Freitag, 8. Mai 2020] Doreen Feldheim

Toccata Leon Boellmann, gespielt von Doreen Feldheim auf der Orgel der Lutherkirche Zwickau

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Donnerstag, 7. Mai 2020] Text und Bild: Bettina Reuter

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Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich euch: Freuet euch! (Die Bibel: Brief an die Philipper, Kapitel 4, Vers 4)

Vor 40 Jahren wurde mir dieser Spruch anlässlich meiner Konfirmation zugesprochen. Anders als heute üblich, hatte ihn mein Pfarrer für mich ausgesucht. Damals dachte ich, muss ausgerechnet ich diesen Spruch bekommen? Ich bin doch die Frohnatur schlechthin. Voller Leichtigkeit und Frohsinn ohne Rast und Ruh genoss ich mein Dasein, mit 15 Jahren. Mir muss man keine Freude verordnen. Damals richtete sich mein Blick auch nur auf das Wort „freuen“. Komisch klingt das aber schon: Freuet euch in dem Herrn! Am Herrn erfreuen ist ein Leichtes, mein Blick auf das Rapsfeld hinter unserem Haus macht es leicht, sich an Gottes wunderbarer Schöpfung zu erfreuen. All die großen und kleinen schönen Dinge des Lebens machen dies deutlich. Im Herrn freuen, sagt aber noch mehr aus: Ich gehöre als Kind Gottes zur großen Gottesfamilie dazu. Damit ist keine vorübergehende Freude (der Blütenstaub des Rapsfeldes, im ganzen Haus verteilt, wandelt sich schon mal in Ärger um) gemeint, sondern ein Grund für dauerhafte Freude und zwar allewege: in Höhen und Tiefen des Lebens. Paulus wünscht mir die Freude, die ich durch die Zugehörigkeit zu Gott erhalten kann: in guten und in schlechten Zeiten. Das löst große Zuversicht und Dankbarkeit aus und auch Freude!

Videokonferenzsystem

Wir als Kirchspiel bieten Ihnen die Möglichkeit an, trotz Corona in Kontakt zu bleiben.

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#glaubenfindettrotzdemstatt - nur Mut!

[Mittwoch, 6. Mai 2020] Marie Fischer

Die Bibel ist nicht nur voll von manchmal wundersamen Geschichten, sondern steckt auch voller Mutmachsprüche. 

„Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen.“ (Jos 1,5) ist nur einer unter vielen. 

Wegweiser

Schauen Sie sich das Bild mit dem Wegweiser an. Vor 6 Jahren bin ich zusammen mit meinen Eltern in Südtirol auf die
Zwickauer Hütte hinauf gewandert. Auf dem Weg nach oben ist dieses Bild entstanden. Für jemanden, der nur im Sommerurlaub ein bisschen wandert, war es schon anstrengend. Zeitweise musste ich für jeden Schritt meinen inneren
Schweinehund überwinden und mich neu motivieren einen Schritt vor den nächsten zu tun. Oben angekommen war die Erschöpfung groß, aber zumindest der Aufstieg war geschafft!

Auf dem Rückweg konnte ich das Wandern viel mehr genießen. Es ging ja auch schneller voran. Meine Eltern hatte ich ein ganzes Stück hinter mir gelassen und auch sonst traf ich selten auf andere Wanderer. Da fing ich an zu singen. Lieder, die wir oft in der JG zusammen singen und auch „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“. Textsicherheit war unwichtig, Lücken wurden einfach mit Stellen aus anderen Strophen aufgefüllt. Hören konnten mich (welch ein Glück!) auch nur die Kühe, auf die ich ab und an traf.

Das Bild, das Sie sehen können, habe ich mir entwickeln lassen und an die Wand an meinem Schreibtisch gehängt. Dort erinnert es mich seitdem an einen anstrengenden Aufstieg, den Erfolg, mein Ziel erreicht zu haben, und einen fröhlichen und beschwingten Abstieg. Es lehrt mich bei Zweifeln und Angst einen mutigen Blick in die Zukunft.

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Dienstag, 5. Mai 2020] Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Pfarrgärten sind scheinbar verwaist, keine spielenden, tobenden Kinder. Aber kleine Zeichen des wir-waren-hier oder wir-gehören-hierher findet, wer genau hinschaut. Manche Kommunikation findet online statt, in Telefonaten, per Post. Aber die richtige Gemeinschaft lässt sich dadurch nicht ersetzen, die Gespräche, Spiele, das Singen, Beten, Lachen, gemeinsame Mahlzeiten, Ausfahrten, Projekte, Gottesdienste,... Wir freuen uns wieder auf diese analoge Welt und solange beliefern wir die digitale mit Bildern aus ersterer.

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#glaubenfindettrotzdemstatt

[Montag, 4. Mai 2020]  Bild: Ralf Michel

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"Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden."  (Die Bibel, 2. Korintherbrief, Kapitel 5, Vers 17)

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Sonntag, 3. Mai 2020]

 

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Samstag, 2. Mai 2020] Text und Bild von Jens Buschbeck

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„Lockdown“ - Jede Krise bringt ja auch immer neue Wortschöpfungen mit sich, die viele Menschen schnell benutzen, obwohl sich mancher fragt, was das denn eigentlich heißt.

Ein solches Wort während der „Coronakrise“ ist „lockdown“.

Im Englischen wird damit unter anderem eine Sicherheitssperre bezeichnet.

Im Moment wird damit unsere Gesamtsituation beschrieben, die viele Einschränkungen und eine Menge Hilflosigkeit mit sich bringt, aber zu unserer Sicherheit dienen soll.

Ich selber habe vor einigen Jahren einen „lockdown“ schon einmal bei einem Besuch mit meiner Familie in Marienbad in Tschechien erlebt. Keine Angst, man hat nicht mich sicherheitshalber gesperrt, sondern unser Auto.

Ich stand wohl auf einem Anwohnerparkplatz – da das aber nur auf Tschechisch unter dem blauen Parkplatzschild stand, habe ich mich dort hingestellt.

Die Kralle war das Ergebnis. Wir standen schon ganz schön bedröppelt vor dem Auto, zumal der Strafzettel hinter dem Scheibenwischer auch nur auf Tschechisch war.

Was tun??? Kein Mensch in der Nähe, der unsere Sprache sprach. Immerhin ahnten wir, dass eine lange Nummer hinter dem Wort „Policie“ wohl eine Telefonnummer war. Auf Deutsch, Englisch und Russisch versuchten wir mit dem Polizisten am anderen Ende der Leitung klarzukommen – keine Chance!

Gott sei Dank, sprach unsere mittlere Tochter etwas polnisch.

So rief sie noch einmal dort an und irgendwie verstand die Polizei, was sie wollte und so kamen sie vorbei.

Wir bezahlten die üblichen 100 Kronen und der „lockdown“ wurde beendet…

Wie gehen wir mit dem komplizierten „lockdown“ unserer Gesellschaft und auch unserer Kirchen um? Wen können wir anrufen und welche Sprache müssen wir sprechen?

In der Bibel gibt es eine Telefonnummer dafür. Sie lautet 5015, denn im Psalm 50, Vers 15 spricht Gott uns zu: Rufe mich an in der Not, so will ich Dich erretten und Du sollst mich preisen

Dazu möchte ich immer wieder einladen, lasst uns nicht nachlassen im Gebet, dass A) das Virus zurückgedrängt werden kann,

B) die Entscheider weise Entscheidungen treffen,

C) wir ganz persönlich durchgetragen werden können,

D) wir schon jetzt nach großen oder kleinen Wundern Gottes suchen und sie finden, und ihm dafür Lob und Dank aussprechen.

Seid gesegnet! Euer Pfarrer Jens Buschbeck

 

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Freitag, 1. Mai 2020] Doreen Feldheim und Maximilian Ott

Wie lieblich ist der Maien (Evangelisches Gesangbuch, Nr. 501) mit Orgel und Posaune, Moritzkirche

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[Donnerstag, 30. April 2020] Text: Thomas Reuter / Bild: Jens Müller

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„Gott ist dennoch Israels Trost für alle, die reinen Herzens sind.“ (Die Bibel: Psalm 73, Vers 1) Tageslosung der Herrnhuter

Unser modernes Denken, so sagen Soziologen, ist geprägt durch Logik, wissenschaftliche Nachprüfbarkeit und Effizienz. Dazu hat Kirche scheinbar nicht viel beizusteuern. Ein Gottesdienst ist nicht effizient. Man arbeitet ihn nicht bestmöglich ab, man feiert ihn. Glaube lässt immer Raum für Unverfügbares. Die Begegnung mit Gott passt in keine Zeittaktung. Ich bin froh, dass wir in dieser Krise nach den Erkenntnissen der Wissenschaft agieren. Aber ich weiß auch, dass mehr vonnöten ist. Berechnungen können Gewissheit geben, aber keinen Trost. Wir sollten auf die Virologen hören, aber auch auf die Theologen. Die Wissenschaft lehrt uns das Virus kennen und zu bekämpfen. Der Glaube schenkt uns Trost im Leiden und eine Hoffnung über den Tod hinaus.

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Mittwoch, 29. April 2020] Bianka Röhr

Der Name der Band ist Programm: "ungeprobt genial". Das Video eine schöne Werbung für  junge Menschen, die gern Musik machen: "Auch in Zeiten von Corona, Quarantäne und Kontaktverbot lassen wir es uns nicht nehmen, auch weiterhin für euch zu musizieren - wenn auch auf eine andere Art und Weise als sonst bei uns üblich :)" - Danke dafür!

Wir haben schöne Gottesdienste zusammen ausgestaltet und erlebt, die allen Beteiligten viel Spaß gemacht haben. Die Zusammenarbeit war (und ist) ein schönes Zeichen für gemeinsames Unterwegssein über die Kirchengrenzen hinaus. Wir freuen uns schon, solche Dinge wieder live miteinander angehen zu können. Aber solange können wir das Video anschauen und genießen. Schön, dass es Euch gibt!

http://www.ungeprobt-genial.de

 

#glaubenfindettrotzdemstatt: Lebe die Zeit in Perspektive Ewigkeit

[Dienstag, 28. April 2020] Marie Fischer

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Ewigkeit. Dieses Wort, es übersteigt meine Vorstellung.Manchmal warte ich eine halbe Ewigkeit auf die Straßenbahn. Wie lange dauert eine halbe Ewigkeit? Und wie lange dann eine ganze? Meistens sind es nicht mehr als ein paar Minuten, die ich dann warten muss. Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass eine Menge Zeit verronnen ist. Zurzeit ist ein Tag wie der andere. Den Uni-Kram von zu Hause aus zu erledigen, nimmt mir mein Zeitgefühl.

Wochentage verschwimmen, das aktuelle Datum muss ich regelmäßig nachschauen, Wochenende ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Dabei gehen doch viele Dinge immer noch oder wieder ihren geregelten Gang. Mein Gefühl für die Zeit verschwimmt. Ist das vielleicht die Ewigkeit? Dass man sich nicht mehr daran erinnern kann, was gestern war und morgen sein wird? Gott ist der Ewige. Er war immer schon da und wird immer da sein. Unvorstellbar. Und beruhigend. Dass wenigstens ein was Bestand hat. Dass etwas gut bleibt, durch die Zeiten hindurch.

 

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Montag, 27. April 2020] Bild: Evangelische Jugend in Sachsen

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#glaubenfindettrotzdemstatt

[Sonntag, 26. April 2020]

Gottesdienst aus der Moritzkirche Zwickau mit Übersetzung in DGS

Bitte legen Sie ein Gesangbuch Singt von Hoffnung bereit - Nr. 0106 "Ich bin in guten Händen" / Größe des Films: ca. 175 MB,
Mitwirkende: Kristina Peschel (Gebärdensprachdolmetscherin), Kantorin Doreen Feldheim, Pfarrer Frank Pauli, Terzett flexibile

 

 

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Samstag, 25. April 2020] Frank Pauli

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Morgen geht es um Jesus Christus als Hirte.

Ob wir Menschen wie Schafe sind oder die Schafe wie Menschen?

Wer eher viseull geprägt ist, versucht es mit Shaun.

Wer gern liest, dem empfehle ich "Glennkill" von Leonie Swann.

Wer beides will, kann ja morgen die vielen verschiedenen digitalen  Gottesdienste anschauen und dann in der Bibel nachlesen.

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Freitag, 24. April 2020] Frank Pauli

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Keine Werbung – keine Bezahlung

Auf dem Bild seht ihr eine Dose mit Leberwurst. Es ist eine norwegische Konserve. Kein Hamsterkauf, sondern übrig von einer Rüstzeit 2019. Damals wurde sie doch nicht gebraucht, weil wir beim Angeln erfolgreich genug waren und jede(r) satt wurde. Die Fischesser freuten sich und die Leberwursthasser sagten. „Gott sei Dank!“

Heute steht die Dose in meinem Arbeitszimmer. Haltbar ist sie noch bis Mitte Februar 2024. Ich werde sie vorher aufmachen. Denn ich habe noch zwei davon. Die Dose erinnert mich an den vergangenen Sommer, an viele Rüstzeiten in Norwegen mit vielen lieben Menschen. Sie haben mich geprägt ich durfte persönlich wachsen. Die Dose erinnert mich an noch viel mehr Urlaube, zuerst mit meiner Frau, dann mit meiner Familie in diesem wunderschönen Land. Und ich erinnere mich an so  viele gesegnete Begegnungen mit Freunden in Norwegen. Einer davon hatte gestern Geburtstag – nachträglich dir, lieber Thilo, Gottes Segen. Die Dose erinnert mich daran, dass ich dieses Jahr den geplanten Norwegenaufenthalt höchstwahrscheinlich nicht haben kann. Das ist traurig und darum esse ich die Leberwurst zum Trotz am norwegischen Nationalfeiertag, dem 17. Mai. „Ja, vi elsker dette landet.“ Bis dahin steht sie noch bei mir und ich bleibe in der Hoffnung, dass alles einen Sinn ergibt, auch über das Sichtbare und Planbare hinaus.

Mehr und mehr verstehe ich den sehnsuchtsvollen traditionellen Wunsch der Juden: „und nächstes Jahr in Jerusalem“ und ihr Harren in der Hoffnung.

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Donnerstag, 23. April 2020, Bianka Röhr]

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Heute Morgen war ich laufen - sonst ist das nie möglich, weil ich da immer in der Schule stehe. Ich habe es genossen, diesen Blick auf die klare Natur, alles blüht und sprießt und plötzlich so eine kleine rote Knospe, die unbedingt gesehen werden will. Es ist wunderbar, momentan die Zeit zu haben (wer sie hat), die Schöpfung Gottes wahrnehmen und genießen zu können. Ich wünsche mir, dass wir von dieser Achtsamkeit etwas mitnehmen, wenn wir wieder an allem vorbeihetzen und durch den Alltag rennen. Und ich danke allen, die ihren Dienst dort tun, wo es gerade lebensnotwendig ist. Und wünsche ihnen, dass ihnen trotz allem solche Momente vergönnt sind.

#glaubenfindettrotzdemstatt - Neuigkeiten

[Mittwoch, 22. April 2020]

Liebe Leserinnen und Leser, Liebe Geschwister im Glauben,

noch immer beschäftigen uns die Auswirkungen der Corona-Pandemie hier im Kirchspiel. Die Corona-Schutz-Verordnung, die seit dem 20. April 2020 in Sachsen Gültigkeit besitzt, erlaubt Gottesdienste mit maximal 15 Teilnehmern und ebenso offene Kirchen. Darüber hinaus bleiben weiterhin das Kontaktverbot und das Verbot von Zusammenkünften und Veranstaltungen in Kirchen und kirchlichen Gebäuden bestehen.

Uns fallen manche Entscheidungen nach wie vor nicht leicht, dennoch müssen wir sie treffen. Nach reiflicher Überlegung und Gebet sowie intensiven Gesprächen sind wir zur Überzeugung gelangt, dass wir im Kirchspiel Zwickau Nord vorerst weiterhin keine Gottesdienste in unseren Kirchen anbieten. Einerseits sind die Teilnehmerzahlen in allen unseren Gemeinden regelmäßig weitaus höher als 15 Personen, andererseits könnten wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt die hygienischen Anforderungen der zuständigen Behörden nicht erfüllen. Weder möchten wir unsere schutzbedürftigen Geschwister gefährden, noch die 16. Person vor der Kirchentür abweisen müssen.

Wir bitten deshalb um Geduld und Verständnis. Gottesdienst und Gebet, Fürbitte und Gotteslob Andacht und Bibellese fallen deswegen nicht aus. All das findet zuhause statt. Anleitung und Anregungen dazu finden Sie u.a.:

  • im evangelischen Gesangbuch und in Ihren Andachts- und Losungsbüchern
  • unter dem Hashtag #glaubenfindettrotzdemstatt erscheint täglich eine Andacht (auf der Kirchspielseite und im Facebook- sowie Instagramprofil von Pfarrer Frank Pauli)
  • die Luthergemeinde bietet auf ihrer Homepage tägliche einen „mut.macher“ unter der Kategorie „wir haben einen Plan c“
  • auf unserer Internetseite unter kirchspielzwickaunord.de finden Sie das gesamte online-Angebot sowie die Links zu den Gottesdiensten der Landeskirche

Sollten kurzfristige Änderungen oder neue Informationen möglich oder nötig sein, werden wir Sie/Euch bis zum nächsten Gemeindebrief über die Schaukästen und unseren Internetauftritt informieren.

Bleiben Sie behütet – seien Sie gesegnet. Im Namen des Kirchenvorstandes, Ihr und Euer Pfarrer Frank Pauli

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Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Dienstag, 21. April 2020] Frank Pauli

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heute nur ein Bild... Bleibt behütet!

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Montag, 20. April 2020] Bianka Röhr und Frank Pauli

Ihr Lieben, ich wünsche Euch morgen einen guten Start in Euren "Schulalltag", vor allem denjenigen unter Euch, für die es tatsächlich in den Schulen losgeht, weil sie auf Prüfungen zusteuern.  LG, bleibt gesund und behütet! (BR)

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Bild: Виктория Бородинова auf Pixabay

Und ich denke heute besonders an die vielen Mütter und Väter, die weiter im unfreiwilligen "homeschooling-Projekt" mit ihren Kindern unterwegs sind. Bleibt bitte geduldig und rücksichtsvoll, mit euch, euren Kindern und den Lehrerinnen und Lehrern. Und ich danke den Lehrerenden, die sich um die Schülerinnen und Schüler bemühen. Wir alle machen im Moment (wie sonst wahrscheinlich auch) vielleicht nicht alles richtig. Aber wenn wir alles tun, was wir jeweils als Einzelne können, dann wird das gut sein und es wird reichen: #gemeinsamlernen #gemeinsamwachsen (FP)

#glaubenfindettrotzdemstatt

Sonntag, 19. April 2020, Quasimodogeniti

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Samstag, 18. April 2020]

Gottes gute Schöpfung beobachten - staunen - ehrfürchtig sein - sich freuen - sich selbst begreifen - Gott loben. Danke sagen. Ihm und meinen Nächsten.

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#glaubenfindettrotzdemstatt

[17. April 2020] Frank Pauli

Es ist Freitag, der 17. April - für mich aus mehreren Gründen ein denkwürdiger Tag. Manche Gründe sollen und werden privat bleiben - wer mich persönlich fragt, bekommt Auskunft. Andere gehen mich an als Zwickauer - am 17. April wurde die Stadt, um sie und ihre Einwohner zu schützen, nahezu kampflos übergeben. Als Pfarrer geht es mich vielleicht an, an welcher Kirche damals eine weiße Fahne hing und wie lange. 

Heute entscheidet das sächsische Staatskabinett über den Inhalt der neuen Corona-Schutz-Verordung, die ab 20. April 2020 in Kraft treten soll. Was ist verantwortlich wieder möglich, was sollten wir weiterhin lassen, auch wenn es immernoch wehtut und wir schmerzlich Dinge vermissen. Welche wirtschaftlichen Opfer sind wir als Einzelne und als Gemeinschaft bereit zu tragen, um einzelne Gruppen von Menschen (eingeteilt vielleicht nach Alter, oder Gesundheitszustand, oder beidem, oder noch bestehender Lebenserwartung oder nach Nutzen für die Geselleschaft, oder ... ) zu schützen. Dürfen wir überhaupt so denken, oder sind nicht einfach alle Menschen zu schützen, weil sie die gleiche Würde und das gleiche recht auf Leben haben? Gilt das nicht auch dann, wenn wir eine perspektive in Richtung Ewigkeit haben?

Ja, ich denke so. Jesus hat uns den Himmel aufgeschlossen und uns den Weg frei gemacht zu einem liebenden und barmherzigen Gott.  Dieser freut sich, wenn wir ihm dienen mit unserem Lobgesang und unseren Gebeten. Aber er freut sich auch, wenn wir auf jedes seiner menschlichen Geschöpfe (und verzeiht mir: auf die menschlichen im Besonderen) achten und sie schützen. Jetzt schon in dieser Welt und nicht erst für später oder irgendwann oder die Ewigkeit. Das Reich Gottes beginnt unter uns, sagt Jesus. Also es ereignet sich dort wo wir nach seinem Sinn, von Gottes Geist erfüllt handeln. Dieser Gott, an den ich glaube ,ist ein unbedingter Liebhaber des Lebens. Das lesen wir in der Bibel von Anfang bis Ende. also handeln wir so, haben  wir die lieb, die leben und schützen wir sie. Und unterstützen jeden der in dieser Zeit über Gebühr opferbringt und gleichen aus und geben ab, wo wir wirklich mehr als genug haben. Amen. "Noch Fragen Hauser, nein Kienzle!"  

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#glaubenfindettrotzdemstatt

[16. April 2020] Frank Pauli

Weh denen, die weise sind in ihren eigenen Augen und halten sich selbst für klug (Die Bibel, Jesaja, Kapitel 5, Vers 21).

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Wer will denn schon gern weise sein? Mächtig ja, stark und klug, allwissend oder vergessen können ja, jung und schön und reich. Aber weise?

Ich kann sonst mit solchen Wehe-Sprüchen nicht soviel anfangen. Besonders wenn sie mich betreffen. Meinen Kindern gegenüber benutze ich sie dann schon auch einmal. Vielleicht liegt es beim Hören daran – ich fühle mich wie ein Kind. Machtlos, beschränkt, unwissend.

In dieser Situation erlebe ich mich gerade und unsere ganze Gesellschaft mit dazu. Dieses kleine, unsichtbare Virus führt uns unsere eigene Begrenztheit, den Kontroll- und Machtverlust vor Augen. Wie werden gewahr, dass wir Menschen doch nicht die allmächtigen Herrscher über diese Welt sind, für die wir uns immer gehalten haben.

Mich führt das zu einer neuen Demut gegenüber dem, der der Allmächtige genannt wird und der Barmherzige. Als Glaubender will ich Gottes zugewandte Seite sehen, seine dunklen unergründbaren Aspekte gehen mich nichts an. Aber auch in dieser Welt, in der Welt mit Corona, mit anderem Leid, mit Existenzsorgen und den Fragen ob meine Kinder sich ein gutes Leben aufbauen können und es mal genauso gut haben werden wie ich, ob ich einen Partner finde oder eine Partnerin, ob ich bald meinen Hobbys nachgehen und die sozialen Beziehungen wieder in gewohnter Weise aufnehmen kann, da will ich auf den Barmherzigen sehen, der sich mir wieder zuwenden wird, und der mir bisher soviel Gutes getan und geschenkt hat.

Wir haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, damit wir wissen, was uns von Gott geschenkt ist. (Die Bibel, 1. Brief an die Korinther, Kapitel 2, Vers 12).

#glaubenfindettrotzdemstatt

[Mittwoch, 15. April 2020]

Kleiner Gruß von Doreen Feldheim aus Mosel.  "Jesus zu dir kann ich so kommen wie ich bin" (Gesangbuch Singt von Hoffung, Nr. 059)

aus #osternfindettrotzdemstatt wird #glaubenfindettrotzdemstatt

[Dienstag, 14. April 2020] Frank Pauli

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Nach der Auferstehung sei Jesus zuerst den Frauen am Grab, dann den Emmaus-Spaziergängern, seinen Freunden und immer mehr Leuten begegnet. Der Apostel Paulus will den Anfang ganz genau wissen und berichtet sogar die Namen in seiner Reihenfolge (Die Bibel: 1. Brief an die Korinther, Kapitel 15). Interessant ist der letzte Name, den er nennt. Es ist sein eigener. Ob das gut ist? Ja, das ist es – weil es nicht der Letzte ist, dem Jesus begegnet und der zum Glauben kommt.

Auch in meinem (und Ihrem?) Leben spielen eine Menge Namen eine Rolle. Einige Namensträgerinnen und Namensträger werden nicht nur Ihnen oder mir begegnet sein, sondern auch Jesus. Vor mir, vielleicht lange vor mir. Aber weder Reihenfolge noch Zeitpunkt spielen eine Rolle. Interessant und vielleicht auch entscheidend ist, dass dort auch mein Name steht und Ihrer!

So wird aus der Begegnung mit dem Auferstandenen Jesus (Ostern) ein Glaube, ein Vertrauen in Gottes Gutsein, in seine Liebe, in seine Zuwendung auch zu mir; zu uns. Aus dem einmaligen Ereignis Ostern darf dauerhaft Glauben werden. Wie ein Pflänzchen darf dieser wachsen -sehen Sie sich draußen um, sehen Sie sich in ihrem Herzen um. Draußen sprießen Blumen, Knospen, Blüten und Blätter. In Ihrem Herzen wollen Glaube, Hoffnung und Liebe wachsen!

#osternfindettrotzdemstatt - geht weiter! (Folge 11)

[13. April 2020 und an den folgenden Tagen] Frank Pauli

Der Gang nach Emmaus (Die Bibel, Lukasevangelium, Kapitel 24, Vers 13-48) – dein Lebensweg mit Gott

Es hat die beiden nicht losgelassen. Zu zweit machen sie sich auf den Weg. Sie reden, sie trauern, haben viel zu besprechen. Als einer dazukommt, bricht es aus ihnen heraus. Dem Fremden kann man es ja erzählen. Der weiß noch von nichts. Er soll es auch wissen. Als er hört, dämmert es ihm - sie wissen noch nicht Bescheid. Im Weitergehen und Reden, im Probieren und Ausloten, da begreifen sie die beiden. Auch weil sie hören. Dann erkennen sie, doch alles Erkennen ist vorläufig, wirft mehr Fragen auf. Wann begegne ich Ihm, wann begegnet er mir wieder?

Auf www.kirchspielzwickaunord.de wird es weiter Andachten und Impulse geben, auch wenn wir irgendwann wieder miteinander Gottesdienste feiern dürfen in den Kirchen, wenn wir uns wieder treffen können und … Dann sind wir anders als bisher, aber immer noch seine Kirche – die Kirche Jesu Christi.

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Impressionen aus unseren Gemeinden am Ostersonntag 2020

Kirche Mosel,  Geläut und "Christ ist erstanden" (Evangelisches Gesangbuch, Nr. 99)

#osternfindettrotzdemstatt Folge 10 – Ostersonntag

[12. April 2020 – Tag der Auferstehung] Frank Pauli

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Andacht, Predigt, Bibellese – gleich drei Dinge auf einmal!

So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab in den Tod, auf dass alle die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben erhalten. So will ich nun glauben, dass Jesus als Erster auferstanden ist von den Toten, dass Gottes Liebe stärker ist als der Tod und ich deshalb Hoffnung haben darf für hier und heute und jetzt – für diese Welt. Und für später, wenn es einmal an mein Sterben geht. Denn es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich, es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit, es wird gesät in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft.

Über die Auferstehung schreibt der Apostel Paulus in seinem ersten Brief an die geliebte Gemeinde in Korinth. Kraftvolle Worte, nicht einfach – aber gerade deswegen mit einer großen Tiefe und unerforschlichem Reichtum. Ostern 2020 bemerken wir unsere Abhängigkeit, unsere Angewiesenheit, ja unsere eigene Machtlosigkeit ganz besonders. Wir hoffen auf ein Aufstehen und auf eine Befreiung aus der Not, die uns mit Corona und allen Auswirkungen dieses Virus bedrängt. Wie schön wäre neues Leben in dieser Welt, in unserer Stadt, unserem Land, in unseren Familien, in unsrem Leben. Freude und Ausgelassenheit, die Möglichkeit einander in die Arme zu fallen und miteinander zu essen und zu trinken, zu lachen und … oder einfach nur um zu Sein.

Auferstehung hieß damals nicht einfach nur weiter so wie vorher. Jesus war verwandelt, anders geworden, der Tod, die Todesangst, die gespürte Gottverlassenheit und seine Auferweckung und Erleuchtung waren der Beginn von etwas Neuem. Auferstehung heißt ganz andere Qualität!

Ich wünsche mir eine Auferstehung nach meinem Tod. Ich wünsche mir auch schon in dieser Welt ein erneutes Aufstehen, geleitet vom guten und Heiligen Geist Gottes. Ein herauskommen aus der Krise, die wir als Gesellschaft, als Kirche, Singles, Alleinerziehende, als Familien oder Rentnerinnen, als Witwer oder Kinder und Schülerinnen jetzt erleben. Ich wünsche mir ein neues Auf-Gott-Hören und nach seinen Angeboten und Handlungsempfehlungen leben wollen. Dafür bete ich. Ich bete für dich.

Zaghafte Ansätze sehe ich bereits:

  • da haben Menschen Geduld,
  • zeigen sich solidarisch,
  • achten auf die Anderen,
  • nehmen sich selbst nicht mehr als die Wichtigsten,
  • sind friedfertig,
  • fangen an zu handeln und zu beten,
  • achten auf die Bewahrung der Schöpfung,
  • versuchen wenigstens gerecht zu sein,
  • heben den Fuß, um den nächsten Schritt zu setzen.

Hoffnung als bleibt, und Vertrauen, und Liebe. Noch ist nicht alles aus, es könnte besser werden mit dieser Welt. noch ist nicht alles gut, es braucht Gott noch in dieser Welt. Noch bist du nicht in Gottes Schoß. Gott braucht dich in dieser Welt. Folge ihm nach und lerne ihn kennen denn Gott kennen heißt Leben.

#osternfindettrotzdemstatt - Folge 9 Osternacht/Ostermorgen

Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden. Hallelujah!

Kirche Crossen, Christus ist das Licht der Welt, Altarwandlung / Lied: "Meine Seele singe", Chinara Felber (Gesang) und Michael Cramer (Gesang & E-Piano)

#osternfindettrotzdemstatt Folge 8 – stiller Samstag

[11. April 2020 – Grabesruhe] Frank Pauli

Am stillen Samstag stelle ich die provokante Frage: Wie gehen wir mit dem Tod um?

Trägt man heute Trauerkleidung, fastet jemand? Klagen und weinen wir? Suchen Sie Ablenkung – in Arbeit, Garten, Fahrrad bauen, Spielen mit den Kindern, Musik, Spazierengehen, netflix&chill.

Verdrängen, betäuben, aushalten, bewusst inszenieren? Alles menschlich – und all das darf alles Platz haben. Maßvoll und begrenzt. Deshalb hat auch dieser stille Samstag nur 24 Stunden und wird enden. Dann wird Sonntag werden, der Tag der Auferstehung kommt – ganz gewiss!

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#osternfindettrotzdemstatt Folge 7 - Karfreitag

[10. April 2020] Frank Pauli

 Kantorin Doreen Feldheim: J.S.Bach Fantasie G-Dur grave 

 

Noch am Kreuz geht es Jesus um die Menschen. Davon zeugen die Worte Jesu am Kreuz:

 

Vater vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun. Die Bibel: Lukasevangelium, Kapitel 23,34

Vergebung für alle Schuld und selbst die schlimmste Sünde -aus Jesu Hand Gnade zu nehmen dazu ist es nie zu spät.

Amen, ich sage dir: Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein. Die Bibel: Lukasevangelium, Kapitel 23,43

Einen Ausblick und eine Hoffnung hat Gott für uns bereit. Aus jedem Ende kann Gott einen neuen Anfang machen.

Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Die Bibel: Johannesevangelium, Kapitel 19,27

Als soziale Wesen sind wir Menschen auch aneinander gewiesen, solidarisch, mitfühlend, fürsorglich, verantwortlich. Auch wenn Gott fern scheint, in unserer Liebe ist er nah und wird wirklich und wirksam.

Danach, da Jesus wusste, dass nun alles vollbracht war, sagte er, damit sich die Schrift erfüllte: Mich dürstet. Die Bibel: Johannesevangelium, Kapitel 19,28

Bei dir Gott Vater du Schöpfer aller Dinge ist die Quelle des Lebens – dein Sohn Jesus Christus macht den Weg zu dir frei. Lass Ströme lebendigen Wassers auch auf uns regnen.

Mein Gott, mein Gott warum hast du mich verlassen. Die Bibel: Matthäusevangelium, Kapitel 27,46

Im größten Unglück, der schlimmsten Zeit, der gefühlten Gottverlassenheit, halten wir doch an ihm fest. Er lässt uns nicht los – die Vorstellung von ihm, der Wunsch, das Hoffen, die Erinnerung. Jetzt müsste er da sein, ich sehe ihn nicht und sehe ihn doch im Kreuz. Den Mitleidenden, den Anteilnehmenden. Den, dessen Allmacht so groß ist, dass sie aus trifftigem Grund auch die eigene Ohnmacht einschließt und aushält.

Es ist vollbracht. Die Bibel: Johannesevangelium, Kapitel 19,27

Ein gebrauchter Tag, unvollendet, fragmentarisch, ein bruchstückhaftes Leben, am Ende angekommen und doch nicht fertig geworden. So sieht es aus in dieser Welt – an diesem Kreuz.

Der Tag des Heils, Vollendung und Ankommen, ein ganz neuer Anfang, anders als je bisher, von neuer ganz anderer Qualität. Nicht fertig gemacht, sondern zurechtgebracht. So sieht es aus in Gottes Augen – an den Kreuzen in dieser Welt kannst du es erahnen.

Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Die Bibel: Lukasevangelium, Kapitel 23,46

Wohin sonst sollten wir gehen, wem anderes wölltest du dich am Ende des Lebens überantworten als deinem Schöpfer selbst, dem Vater im Himmel, der dich in den Arm nimmt wie eine Mutter, dich begrüßt wie ein(e) Freund(in), mit dir feiert wie dein Squad, mit dir die Ewigkeit verbringen will…

 

 

#osternfindettrotzdemstatt Folge 6 Gründonnerstag II

[9.April 2020 – abends und nachts] Frank Pauli

Das einsame Gebet Jesu, die Verlassenheit, die Zerrissenheit in dieser Welt und das unbedingte Vertrauen darauf, dass der Wille Gottes zum Guten führt

Verrat durch einen Kuss, intime Enttäuschung, Freunde, die nicht helfen können

der heimliche und geheime Prozess, die öffentliche Verleugnung, bittere Tränen

All das lesen wir in: Die Bibel, Matthäusevangelium Kapitel 26, Verse 30-75

„Bleibet hier und wachet mit mir – wachet und betet“ EG 789.2 Wenn Sie mögen stimmen Sie dieses Lied immer wieder am Abend und in der Nacht an.

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#osternfindettrotzdemstatt Folge 5 - Gründonnerstag

[9. April 2020]

Jesus wollte mit seinen Freunden das Passah-Fest feiern. Das es das letzte Mal sein sollte, dass er mit ihnen eine Mahlzeit isst, wussten sie nicht. Er machte aus der Mahlzeit am Abend das Abendmahl.

Aus der Erinnerung an die Befreiung wurde das Mahl der Liebe und Hingabe. Zum Passah-Fest-Mahl deutet Jesus den Laib Brot als Zeichen für seinen Leib den er als Opfer hingibt und den Weinkelch als Zeichen für sein Blut, das vergossen werden wird. Er tut beides für uns, für dich und mich, stellvertretend, aufopfernd – weil wir es nicht können, nicht gelernt haben, nicht wollen und es doch getan werden muss.

Das Abendmahl feiern Christen seitdem. Eine Mahlzeit der Liebe. Heute können wir nicht gemeinsam Abendmahl feiern. Aber heute feiern wir gemeinsam trotzdem - jeder und jede zu Hause an den Bildschirmen eine Agape-Feier. Eine Mahlzeit der Liebe. Das brauchen wir dazu. Und er feiert mit uns: Landesbischof Tobias Bilz um 17 Uhr auf youtube.

Seid gesegnet, euer Pfarrer Frank Pauli

#osternfindettrotzdemstatt Folge 4 - Karmittwoch

[8. April 2020] von Thomas Reuter

IMG 20200405 WA0005Von Hundert auf Null

Sie hätten es wissen können. Aber die Angst war stärker.

Aller Halt war ihnen weggerutscht. Jesus, in den sie alle Hoffnungen gesetzt hatten. Jesus, für den sie ihr altes Leben aufgegeben hatten. Jesus, der doch gesagt hatte, er sei Gottes Sohn. Dieser Jesus war tot. Gefangen genommen, vor Gericht gestellt, gefoltert, von Soldaten verhöhnt, ans Kreuz geschlagen. Alle Gewissheiten waren dahin.

Karfreitag. Die Jünger hatten sich in ihrer Angst und Hilflosigkeit zurückgezogen, sozusagen in selbst gewählte Isolation begeben. Alles dunkel, kein Hoffnungsschimmer, innerhalb weniger Stunden von Hundert auf Null.

Von Hundert auf Null – das erinnert an unsere Situation. Auch vielen von uns sind Gewissheiten weggebrochen, die noch vor wenigen Wochen selbstverständlich waren. Und nun: Wie würde sich eine Ansteckung bei mir auswirken? Wie schütze ich meine Kinder, meine Eltern? Was wird aus meinem Geschäft? Droht die Arbeitslosigkeit? Werde ich meine Kredite bedienen, meine Miete bezahlen können? Ist die Versorgung gesichert? Wird unser Gesundheitssystem standhalten? Wen kann ich fragen, wenn ich Hilfe brauche?

Aber dann der Ostersonntag. Der Stein weggerollt, das Grab leer. Der auferstandene Jesus zeigt sich seinen Jüngern. Und da erinnern sie sich: Hatte er uns nicht gesagt, dass er den Tod überwinden wird? Warum haben wir nicht daran gedacht, als alles um uns und in uns dunkel war?

Das raten Zukunftsforscher: Sich einen unbeschwerten Augenblick vorzustellen, von dem aus man auf die schwierige Gegenwart zurückschaut. Worauf freuen Sie sich? Mit Freunden in einem Straßencafé auf dem Hauptmarkt einen Cappuccino zu genießen? Zwischen hunderten Fans von der Tribüne aus den FSV anzufeuern? Nach dem Gottesdienst noch vor der Kirche zusammenzustehen und zu plaudern? Einfach beim Spazieren stehenbleiben und mit Bekannten schwatzen zu können, ohne Sicherheitsabstand? „Weißt du noch, damals, als wir von Hundert auf Null vollbremsen mussten?“

Gegenüber Jesu Jüngern haben wir einen großen Vorteil. Die Jünger wussten am Karfreitag nicht, wie die Sache ausgehen würde. Wir wissen: Ostern kommt. Jesus hat den Tod besiegt.

Er ist der Herr der Kirche, der Herr der Welt. Er begleitet uns durch diese Krise.

#osternfindettrotzdemstatt Folge 3 - Kardienstag

[7.April 2020] Frank Pauli

Neuer Tag – neues Glück. Das Alte hinter sich lassen und vergessen. Lieber nicht! Was war da noch gestern? Eine Frau kam ins Haus, als Jesus und seine Freunde gerade zu Tische lagen. Schöne Erscheinung. Gespräch unterbrochen. Da kippt sie das teure Öl über seine Füße und dann auch über sein Haupt. Vorsichtig. Er lässt es sich gefallen. Sie begreifen nicht, sie schon. Sie hat ihn mit dem kostbaren Nardenöl gesalbt – zum König erklärt. So war das damals. Wer König sein will, muss gesalbt werden. Vorab wird Jesus v. Nazareth zum Gesalbten, zum Messias, zum Christus erklärt. Noch bevor er vollumfänglich wirksam wird.

Und heute: Fangfragen -sollte Gott wirklich? Ist dieser Jesus etwa? Hilft er? Naja, wenn nicht wird’s schon nicht schaden. Fangfragen auch damals öffentlich. Und im Hintergrund: schon zum Tode verurteilt dieser Jesus. Aus Angst und Neid und Missgunst. Wegen der Hybris (dem Hochmut) der vermeintlich Herrschenden.

Dass der Messias Gottes zwar todzukriegen ist, aber nicht im Tode bleibt, sondern von neuem lebendig wird und ewig bleibt, konnten sie nicht wissen – ich aber will es glauben:

„Ich glaube, daß Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen. Ich glaube, daß Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandkraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müßte alle Angst vor der Zukunft überwunden sein. Ich glaube, daß auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und daß es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten. Ich glaube, daß Gott kein zeitloses Fatum ist, sondern daß er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet. (Dietrich Bonhoeffer in Widerstand und Ergebung, DBW Band 8, Seite 30f.)

#osternfindettrotzdemstatt Folge 2 - Karmontag

[6. April 2020] Frank Pauli

Gleich am ersten Tag der Woche geht es richtig los! Nichts von Wochenendmüdigkeit oder etwaigem Schwelgen und Hosianna-Singen in den süßen Erinnerungen der freien Tage. Mir sind solche Leute ja suspekt: montags schon voller Power und Tatendrang, dazu vielleicht sogar noch freundlich?

Freundlich war Jesus an diesem Montag in Jerusalem nicht: Einen Feigenbaum verflucht er, weil er keine Frucht bringt. Da war er auf dem Weg in den Tempel, das Heiligste, die Wohnung Gottes – sozusagen die eigene Heimat. Was er dort vorfand? Kein Bethaus – eine Räuberhöhle hatten die Menschen daraus gemacht: Religion und Glauben zum Kaufen und Verkaufen. Voraussetzungen, die ich selbst schaffen erfüllen muss, damit ich Gott nahe sein kann – und er mir.

Das konnte er, Jesus, nicht so stehen lassen. Über den Haufen warf er nicht nur die Tische der Geldwechsler und Händler im Tempel, sondern auch die Vorstellungen des religiösen Establishments. Ein gutes Gewissen soll nicht käuflich zu erwerben sein. Ein schlechtes Gewissen kann ich nicht einfach mit einer Spende übertünchen. Gott ist nicht käuflich und seine Gnade nicht billig. Die Menschenwürde kann man nicht zu Markte tragen. Arbeit und Leistung sollen gerecht entlohnt werden und jeder und jede soll genug zum Leben haben. Das heißt auch mehr als getreu dem Motto Bert Brechts: „Erst kommt das Fressen und dann die Moral“ (und die Religion, Anm. d. Verf.). Jesus räumt im Herzen des damaligen religiösen Jerusalems auf!

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Jesus kommt in den Tempel, das Wichtigste. Wenn er heute zu dir kommt, dann kommt er in dein Heiligstes: in dein Herz und deinen Verstand. Er will dein Heiliger sein und dich heilig machen. Was würde er bei dir umstoßen, welche Prioritäten neu setzen? Welche Vorstellungen, welches Handeln willst du schon lang über Bord werfen. Wo bringst du bisher gute Lebensfrüchte, wo produzierst du Ausschuss? Lass dir von Jesus zeigen, wo du mit der Hilfe Gottes in deinem Leben aufräumen darfst: wo du Schuld vergeben darfst und wo du um Verzeihung bitten solltest. Wo du um der Sache willen die Menschen übergangen hast – auch dich selbst. Wo du immer wieder anfängst mit Gott zu verhandeln. Wo du ihn, und/oder dich selbst oder/und deine Mitmenschen vergessen hast.

Sag es ihm im Gebet. Wie das geht? Vielleicht so: such dir einen bequemen Platz, lass dich von keinem anderen Menschen stören. Sprich laut oder leise oder in Gedanken: „Herr Gott ich bin hier. Herr Gott, du bist hier. Danke.“ Dann rede einfach weiter über das, was dich gerade bewegt oder schweige und höre, was dir Gott sagen will. Wenn du meinst jetzt ist gut so, dann sprich: „Danke Gott, du warst da, ich war da, geh nun mit mir weiter durch den Tag/die Nacht bis wir wieder miteinander reden. Amen.“

#osternfindettrotzdemstatt Folge 1 - Palmsonntag

[5. April 2020] Frank Pauli

Palmsonntag und keine Konfirmation, Anzug und Kleid bleiben im Schrank hängen, der Umtrunk abgesagt, das Buffet abbestellt. Ihr lieben Konfirmanden und Konfirmandenfamilien: Wir werden das nachholen, Gott weiß wann genau – aber wir wissen, dass!

Palmsonntag 2020 und kein Gottesdienst, aber der Start in die Karwoche, die mit dem Osterfest überwunden wird, denn Ostern findet trotzdem statt. Nicht  so wie gewohnt, aber so wie wir es in diesen Zeiten feiern dürfen: Gott hat Jesus Christus auferweckt von den Toten, Jesus Christus ist Auferstanden und der Geist Gottes lässt uns seine Nachfolger werden, sein und bleiben.

Palmsonntag heißt Jesus kommt in die Hauptstadt seines Landes, Menschen freuen sich und breiten Zweige und Blumen, Mäntel und Kleidung vor seinem Weg aus – so wie wir einen roten Teppich ausrollen würden. Es sind die gleichen Menschen, die wenige Tage später rufen: Kreuzige Ihn! So sind wir Menschen manchmal: wankelmütig und unberechenbar. Helmut Schmidt, der ehemalige deutsche Kanzler sagte einmal sinngemäß: In der Krise offenbart sich der Charakter des Menschen. Lasst uns auch in dieser Krise Charakter zeigen, also Liebe zeigen, die Würde des Menschen achten und nicht den Glauben an den „König Jesus Christus“ verlieren.

Mit #osternfindettrotzdemstatt begehen wir im Kirchspiel Zwickau Nord dieses Jahr die Karwoche und gehen den letzten Weg, die letzten Stationen auf dem Lebensweg Jesu mit. Wir erinnern uns an sein Wirken und Feiern nicht erst am Ende seine lebendige Wirksamkeit unter uns. Wir lassen uns trösten, stärken, ermutigen. Wir beten und lesen in der Bibel. Wir hören auf die Stimme Gottes, die uns in uns selbst, unserem Nächsten und seiner Gemeinschaft anspricht. Wir gehen auf Ostern zu und müssen doch erst durch Leid, Enttäuschung, Angst und Ungewissheit hindurch. In alledem wissen wir uns begleitet von unserem Gott. Auch in unserer Not ist er da und flieht nicht, weder heute in der Corona-Krise, noch damals in Jerusalem und Golgatha, noch irgendwann!

Heute begleitet er uns auch durch das Lied „Für mich gingst du nach Golgatha“ (im Liederbuch „Singt von Hoffnung“ Nr. 012), gespielt von Doreen Feldheim auf der Orgel der Johanniskirche Zwickau-Weißenborn.

Livestream-Gottesdienst aus der Dreikönigskirche in Dresden am Sonntag Palmarum, 5. April 2020

Wir laden Sie für den 05. April 2020 um 11:00 Uhr herzlich zum Livestream-Gottesdienst aus der Dreikönigskirche (Haus der Kirche) Dresden-Neustadt ein. Die Predigt hält Oberlandeskirchenrätin Margrit Klatte.

Sie können den Gottesdienst direkt über den Youtubekanal der Landeskirche verfolgen.

Den Gottesdienstablauf finden Sie unter diesem Link.

Vom Weizenkorn und anderen Samenkörnern

[4. April 2020]

Liebe Leser*innen,

wie hat sich doch in diesem Jahr urplötzlich alles verändert. Nichts konnte mehr wie geplant durchgeführt werden.

In der Christenlehre hatte ich ein siebenwöchiges Projekt vorbereitet: Sieben verschiedene Passions- und Ostergeschichten wollte ich mit den Kindern mit allen Sinnen erleben. Wir sind nur bis zur dritten Station gekommen: Das letzte Abendmahl. Wir haben zusammen Fladenbrot und Traubensaft geteilt, haben uns dabei über unsere Sorgen und Freuden unterhalten und die Geschichte vom Passamahl der Jünger mit Jesus gehört.

Tulpen

Im Mittelpunkt standen die Worte Jesu bei diesem Mahl. Folgende Worte können uns gerade jetzt ein Trost sein. Als den Jüngern angst und bange wird bei der Ankündigung Jesu, dass er nur noch für kurze Zeit bei ihnen sein wird, spricht Jesus: „Erschreckt nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht!“ (Joh. 14,1 und 12,24) Ein Geheimnis liegt in diesen Worten verborgen: Sterben und doch leben. In den nächsten Tagen denken wir wieder an den Leidensweg Jesu, an sein Sterben. Aber mit seinem Tod ist ja nicht alles aus und vorbei. Es geht erst richtig los!

Ich wollte mit den Kindern dieses „Fruchtbringen“ erleben, indem wir Weizenkörner aussäen und dann Woche für Woche sehen, was daraus entsteht. Leider kam es nicht mehr dazu. Vielleicht haben Sie ein paar Weizenkörner oder anderen Samen zu Hause und säen ihn noch aus, um dieses Wunder des Grünens und Vermehrens zu erleben.

Ich wünsche Ihnen dabei viel Geduld und Freude.

Bleiben Sie alle behütet und gesund!

Ihre Bettina Reuter

Impressionen aus Pfarrers Arbeitszimmer...

[3. April 2020]

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege... (Die Bibel, Psalm 119, Vers 105)

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Lichtblicke

[2. April 2020] von Bianka Röhr

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Dienstag und Mittwoch sind unsere JG-Tage. Die fallen nun weg, was die JG vor Ort betrifft. Aber wir haben uns online getroffen, gechattet, ausgetauscht, Lieder angehört, gebetet ... Natürlich ist der unmittelbare Kontakt schöner. Aber in Gedanken beieinander zu sein und sich an den gemeinsamen Liedern, den Gedanken der anderen und einem kleinen Bild unserer JG-Kerze zu erfreuen, schafft doch ein Mögliches an Gemeinschaft, so gut es eben geht. Ein schöner Lichtblick in unserem veränderten Alltag, getragen von der Hoffnung auf die Zeit "danach".

Lichtblicke sind auch die vielen Hilfsangebote, die uns aus den Gemeinden erreicht haben, für jene Gemeindeglieder unter uns, die auf Hilfen im Alltag angewiesen sind. Viele kommen noch allein oder mit Hilfe ihrer Familien zurecht. Aber es ist ein beruhigendes Gefühl für alle, zu wissen, dass es Hilfe gibt, wenn sie gebraucht wird. Allen Bereitwilligen ein herzliches Dankeschön!

Alles neu macht der Mai - April, April!

[1. April 2020]

Liebe Leser*innen,

heute, am 1. April, spielen sich manche Menschen Streiche, in der Zeitung steht gewöhnlich mindestens eine „Ente“, wir sind zum Scherzen aufgelegt, halten andere zum Narren oder führen sie hinters Licht. So war es zumindest in den vergangenen Jahren. Können wir das heute auch? Oder bleibt uns das Lachen im Halse stecken? Warum machen wir am 1. April überhaupt so einen auf Humor mit dem Aprilscherz? Fragt man bei wikipedia wird man auch nicht schlauer und zu den dort vermuteten Herkunftsvarianten geselle ich noch eine dazu:

Vielleicht hat es ja mit dem Osterlachen zu tun – diesen Brauch gibt es im Christentum zum Ostersonntag. Da verlachen wir den Tod, ja wir lachen den Teufel, den Satan, den Diabolos, also alles Böse und Vernichtende aus, weil Gottes Liebe stärker ist als der Tod. Weil Jesus nicht im Tod geblieben ist sondern "auferstand".

Das befreit, löst, und dabei machen wir uns auch mal Luft. Das kann nämlich das Lachen auch. Also erzählten die Priester im Mittelalter deftigste Witze und Schoten von den Kanzeln herab und brachten die Ostergemeinde zum Lachen. Weil das Luther gar nicht lustig fand, hat er es abgeschafft!

Nun gehen wir Protestanten, so heißt es, seitdem zum Lachen in den Keller… aber Gott hat Humor, daran glaube ich fest. Besonders, wenn ich den ein oder anderen – nein ganz besonders, wenn ich mich selbst so betrachte.

Vielleicht kommt der Aprilscherz am 1. April also auch von der Nähe zu Ostern, denn Ostern liegt ja immer zwischen dem 22. März und dem 25. April. Also heute ein verfrühter Oster-April-Scherz (kann ja nicht schaden) von Lothar Zenetti:

Ich war im Kino:
Blutüberströmt
Fertiggemacht
Fiel einer um
als Letzter von allen -
das war ein Western!

Ich war in der Kirche:
Blutüberströmt
Fertiggemacht
stand einer auf
als Erster von allen -
das war ein Ostern!

Manche sagen ja die Hoffnung stirbt zuletzt – als Christen sagen wir: Die Hoffnung stirbt nie, sondern ersteht immer wieder neu.

Kommt gut durch den Tag, seid fröhlich und bleibt behütet!

Euer Pfarrer Frank Pauli

Herzliebster Jesu - interpretiert von Kantorin Doreen Feldheim

[31. März 2020]

Angedacht

[30. März 2020]

Liebe Geschwister, manchmal bin ich ein „Döspaddel“. So bezeichnet man ja jemanden, der unaufmerksam (dösig) durch die Welt läuft und nicht so recht vorwärtskommt (paddeln ist nicht gerade die schnellste Fortbewegungsmethode). Besonders „döspaddelig“ bin ich frühmorgens und da stolpere ich nicht nur über meine eigenen Füße, sondern, als ich noch Türschwellen in der Wohnung hatte, auch darüber.

Bisher habe ich mich da nie ernsthaft verletzt – Glück gehabt. Oder bewahrt worden? Wenn man stark ist und es einem gut geht, sind solche Schwellen bei offenen Türen ja kein Problem. Fußzeh eingerannt – kühlen – weitergehts. Bei der Corona-Krise ist es allem Anschein nach anders, denn wir merken auf einmal alle, auch die bisher Starken und Gesunden, die Leistungsfähigen und Vorne-Dran-Stehenden, dass wir verletzlich sind, dass wir Hilfe brauchen, auf den Schutz durch Andere angewiesen sind. Es kann vielleicht auch später, wenn Corona nicht mehr so eine akute Bedrohung ist, hilfreich sein, sich daran zu erinnern: Wir sind nicht allmächtig, wir haben nicht alles im Griff, wir brauchen den und die Andere wirklich – nicht nur zum Schein.

An der Schwelle zum Monat April ist unsere Sonderausgabe des Gemeindebriefs erschienen, darin sind kaum Termine angezeigt, aber es stehen neben der Frage nach konkreten Hilfsbedürfnissen u.a. die Kontaktdaten der Hauptamtlichen Mitarbeiter darin. Wir sind erreichbar heißt das. Und wir erreichen Sie: Seit vergangener Woche haben wir viele Gemeindeglieder angerufen um nachzufragen, wie es geht, was gebraucht wird usw. Viele Gemeindeglieder engagieren sich gerade jetzt noch mehr als zuvor. Dafür herzlichen Dank.

Im Lehrtext (einem von zwei für diesen Tag ausgesuchten Bibelversen) steht heute: "Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen." (Die Bibel: Johannesevangelium, Kapitel 6, Vers 37). Auch wenn die Schwelle des persönlichen Kontaktes im Moment sehr hoch ist - per Telefon, Email, usw. können wir die Schwellen niedrig und zu einander Kontakt halten. Das kann schmerzen, weil jede Schwelle, gegen die ich mit voller Wucht stoße, doch verletzt. Aber ich komme drüber hinweg, wenn ich nur auch will. Ebenso ist es auch mit der zum Dreieinigen Gott: Die Tür steht längst offen und durch unser Gebet in allen Facetten (Lob und Klage, Dank und Bitte, Flehen und Hören) sind wir in der Lage mit ihm in Verbindung zu bleiben. Trauen Sie sich über die Schwelle der Angst, der Peinlichkeit, über die lange nicht mehr überschrittene Schwelle des Gebets. Er wird Sie hören und wenn sie im Gebet auch schweigen: Bestimmt lässt auch Gott etwas von sich hören. Durch eine Eingebung, ein plötzlich auftauchendes Gefühl, eine Gewissheit - oder durch einen lieben Menschen, der heute oder morgen merklich an Sie denkt.

Friede sei mit euch und Gnade von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus – durch den Heiligen Geist seid getröstet und gestärkt!

Ihr/Euer Pfarrer Frank Pauli

Doreen Feldheim spielt Johann Sebastian Bach

[27. März 2020]
Unsere Kantorin Doreen Feldheim spielt im Video Musik von Johann Sebastian Bach. 

20160420 EVLKS KLASSISCH 4C 150Kirchliches Leben in Zeiten der Coronavirus-Pandemie

[26. März 2020]

Unsere Sächsische Landeskirche veröffentlicht auf ihrer webseite verschiedene online-Formate, um gemeinsam zu beten oder Gottesdienst zu feiern.
Alle Angebote finden Sie hier (die Seite wird fortlaufend ergänzt).

Kennen Sie „ZDF-history“? Ja! Wunderbar!
Nein?.... ähm…

bibel small[25. März 2020]

Wie auch immer – vor Jahren gründete der Wissenschaftsjournalist Guido Knopp dieses Portal und ich persönlich zähle es zu meinen Lieblingssendungen in der ZDF-Mediathek, in der ich immer wieder stöbere.

Mir gefällt es, wenn Menschen geschichtliche Ereignisse mit der „Brille von heute“ betrachten, ohne die „Brille von damals“ außer Acht zu lassen.

Warum ich Ihnen das erzähle?

Ich stolperte über ein paar Bibelverse, die natürlich uralt sind und die ich verstehen möchte. Deshalb muss ich wohl mit den Augen eines „Detektives der Geschichte“ herangehen.

In Psalm 91 heißt es: Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest.

Passt in die „Corona-Krise“, oder?

Das ist so ein mut.macher angesichts schwieriger Zeiten – und dennoch ein Bibeltext aus einer anderen Zeit. Mal ehrlich: Bei dem Wort „Schirm“ denken wir an den Knirps in der Aktentasche, den wir zücken, wenn es nieselt. Schatten ­brauchen wir gerade nicht, weil es ziemlich kalt ist und uns jeder Sonnenstrahl wärmt.

Eine Burg ist ein Museum und der Jäger sorgt dafür, dass wir einen guten Wildschwein­braten auf dem Tisch haben.

Genau das alles MEINT der Text nicht!

Im Alten Israel brannte die Sonne, Schatten war eine Wohltat und eine Burg ein strategisches Zentrum in der Abwehr der Feinde und eine ansteckende Krankheit, dessen hebräisches Wort Martin Luther mit „Pest“ übersetzt, war das Schlimmste, was den Menschen damals passieren konnte.

Das waren eben andere Zeiten!

Nein, das waren sie nicht.

Ein Virus macht uns das heute deutlich. Es grenzt uns ein, es sorgt dafür, dass wir „gefesselt“ an unser Zuhause sind und nicht quer durch die Welt jetten ­können – es hat sich also nichts geändert.

Wenn das so ist, dann hat sich aber auch das nicht geändert: …der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest.

Gott ist derselbe, er BLEIBT Schutz und Burg und Schirm und Schatten – ich wünsche uns, dass wir das in den kommenden Tagen und Wochen erleben und mit dem Psalmbeter mitsprechen können.

Pfarrer Jens Buschbeck

Die 4 Elemente

bibel small...ist das Motto der JG-United Projektes, das zusammen mit Swen Kaatz und Marian Kretschmer im Moritz-Café im Rahmen von "Zwickau blüht auf" auf die Beine gestellen werden soll. Nun hat sich alles auf den virtuellen Raum verlagert und wir schauen mal, was daraus wird. Auf jeden Fall schauen wir nach vorn und sind gespannt, wie auf diesem Wege etwas Neues entsteht! Mehr Informationen gibt es dazu auf der Seite der JG-United.

[22. März 2020]

Liebe Leserinnen und Leser,

der heutige (22. März 2020) Sonntag Lätare (lat. für „Freut euch“) liegt mitten in der Passionszeit. Er ist ein Sonntag der Freude, der Freude an Jesus – jeglichem Leid zum Trotz. Unseren Alltag und auch unseren Sonntag bestimmen derzeit lebensbedrohliche Mächte, Ängste und Sorgen, echtes Leid – alles plötzlich ganz real. Diesem Schlimmen doch etwas Gutes abzutrotzen, darin liegt eine gewaltige Kraft. Wenn das Leben über den Tod siegt, Hoffnung über Ausweglosigkeit, fürsorgliche Liebe über selbstbestimmte Gewohnheit. Osterfreude scheint so schon einmal aufzukommen.

Doch noch stecken wir drin, in all dem Schlamassel. Wir haben Angst. Das Virus ist nicht sichtbar und geht umher wie eine unsichtbare Macht. Dagegen gibt es noch keine Medizin, Krankheit und Tod drohen uns. So lange es noch weit weg scheint, ignorieren manche die Gefahr. Andere dagegen geraten in Panik. Die Auswirkungen dieses unsichtbaren Virus sind schon so deutlich zu spüren. Je näher es uns kommt, umso deutlicher wird uns, dass es uns alle treffen wird, sei es nun direkt oder indirekt.

Während die einen sich vielleicht vorerst über mehr freie Zeit freuen, bangen andere um Ihre Existenz. Die Talfahrt der Börse zeigt vorab im Großen, was manchem Kleinen noch blühen könnte. Hoffen wir, dass die ergriffenen wirtschaftlichen Maßnahmen greifen. Persönlich versuchen wir die Ansteckungsketten und -netze zu unterbrechen, indem wir uns in sozialer Distanz üben. Behandlungskapazitäten für die schwer Erkrankten sollen so sichergestellt werden. Diese Isolation müssen wir, so schwer es uns in unserem Leben und in unserem Glauben fällt, aushalten – es ist eine harte Passionszeit für uns alle und keine selbstgewählte Fastenzeit. Wir bringen diesmal das Opfer der Isolation, damit wir Lebensopfer verringern und andere (und vielleicht auch uns) bewahren helfen.

Viele Berufsgruppen nehmen ein hohes Risiko auf sich und treten gerade jetzt der Gefahr mutig und besonnen entgegen. Wir tun es füreinander. Hingabe ermöglicht Leben. Diesen Weg ist schon Jesus gegangen. Ihnen und euch gebührt ein besonderer Dank. Das wollen wir Ihnen und euch durch unser kontrolliertes und freundliches Verhalten zeigen, wenn wir euch begegnen. Und wir beten für euch!

Ein kleines Ostern vor dem großen: Damals stand am Ende nach allem Leid das Leben. Jesus war auferstanden von den Toten, ja er ist der lebendige Herr. Er ruft uns, ihm zu folgen. Bereits jetzt, am Anfang des Unglücks oder mittendrin, sehen wir schon mit den Augen des Glaubens das Ende und erhoffen das Leben. Jesus haben wir dabei an unserer Seite. Er ist unser Friede und das möge Ihnen und euch Trost sein und unser aller Freude, allen Widrigkeiten zum Trotz.

Bleibt behütet und Gott befohlen! Euer/Ihr Pfarrer Frank Pauli


[20. März 2020]

Liebe Gemeindeglieder des Kirchspiels Zwickau Nord, liebe Besucher unserer Kirchen,

nach reiflicher Überlegung, Rücksprache mit Ärzten, dem Lesen einer Verfügung des Sozialministeriums unseres Freistaates und natürlich dem Fragen danach, was jetzt „dran“ und Gottes Willen ist, haben wir uns entschieden, die noch offenen Kirchen in unserem Kirchspiel zu schließen, um ein Ansteckungsrisiko mit Covid 19 zu minimieren.

Es gibt viele Möglichkeiten des gemeinsamen Gebetes (Telefon, Internet etc.) und unser Gott wohnt auch nicht in Häusern, so schön die alle in unserem Kirchspiel sind. Bitte nutzen Sie die modernen Medien, um miteinander ins Gespräch und ins Gebet zu kommen – denn Gebet braucht unsere Stadt gerade mehr denn je, da auch hier die Corona-Fallzahlen exorbitant steigen. Wir können und wollen die Verantwortung nicht dafür übernehmen, dass womöglich jemand in unseren Kirchen infiziert wird. Aber wir rufen Sie ausdrücklich dazu auf, zu beten, dass Gott unsere Stadt segnet und bewahrt. Das ist kein Kleinglaube, sondern (…hoffentlich) Weisheit. Unser Dank gilt allen Mitarbeitern, die in den vergangenen Tagen die offenen Kirchen „betreut“ haben!

Gern stehen wir Ihnen und Euch am Telefon zur Verfügung.

Pfarramtsleiter Jens Buschbeck und Pfarrer Frank Pauli


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[19. März 2020] > Worte von Jens Buschbeck an die Gemeinden des Kirchspiels


[18. März 2020]

Liebe Glaubensgeschwister, liebe Leser*innen,

wir bitten um Verständnis dafür, dass wir um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen bis auf Weiteres in den Gemeinden des Kirchspiels auf alle Gemeindeveranstaltungen, Treffen und Zu­sammenkünfte, sowie die Gottesdienste in kirchlichen Räumen verzichten müssen. Trotzdem sind wir gewiss, dass wir auch in diesen Tagen froh und zuversichtlich glauben können und uns von unserem Herrn Jesus Christus getragen fühlen dürfen. Die Glocken unserer Kirchen rufen zu den gewohnten Zeiten zum persön­lichen Gebet und zum Innehalten auf. Auch sonntags werden sie läuten und an die Gemeinschaft mit Jesus Christus erinnern. Bitte nutzen Sie die Ange­bote für Fernseh- und Rundfunk- und Internetgottesdienste.

Wenn Sie konkret Hilfe brauchen (Seelsorge, Einkaufsdienste, Botengänge, etc.) oder ganz konkret helfen möchten (auch durch Gestalten von Briefen, Karten, Bildern, Einkaufen für andere, Telefondienst, etc.) melden Sie sich bitte bei neben stehenden Pfarrämtern Ihrer Gemeinde oder bei den hauptamtlichen Mitarbeitern.

Die Gemeindebüros sind vorerst zu den bekannten Öffnungszeiten besetzt. Wir bitten, wenn möglich, um telefonische Kontaktaufnahme.

Um unsere Mitarbeiter*innen zu schützen, bitten wir verstärkt um eine bargeldlose Zahlung von Kirchgeld und Gebühren sowie von Spenden anstelle der Gottesdienstkollekten. Danke. Bleiben Sie behütet und gesegnet – Gott befohlen!

Der Kirchenvorstand und die Mitarbeiter*innen des Kirchspiels Zwickau Nord

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